AGIC kauft Laserspezialist Fotona

AGIC Capital erwirbt alle Anteile des Laserherstellers Fotona. Für das slowenische Unternehmen eröffnet der Eigentümerwechsel neue Marktchancen in Asien und China. Verkäufer ist die US-Beteiligungsgesellschaft The Gores Group. Zum Kaufpreis äußerte sich AGIC nicht. Für die von Henry Cai vor zwei Jahren gegründete chinesisch-deutsche Private-Equity-Gesellschaft ist die Akquisition die dritte Transaktion insgesamt und die zweite als Alleininvestor.

Kukas Geschäft brummt

Nach der Übernahme durch Midea meldet Kuka für 2016 einen neuen Höchststand beim Auftragsvolumen. Mit 3,4 Mrd. an Eingängen in den Büchern wurde laut vorläufigen Zahlen des Augsburger Roboterbauers der Wert des Vorjahres um rund 21% übertroffen. Die stärksten Impulse kamen aus der internationalen Autoindustrie. Dieses Segment verzeichnete einen Zuwachs von 30%, gefolgt vom Industriesektor (19%) und dem Service-Segment (14%). Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Robotics erhöhte sich um 22% auf 1.089 Mio. EUR und hat damit erstmals die Ein-Milliarden-Euro-Grenze übertroffen. Die vor zwei Jahren akquirierte Business Unit Swisslog verzeichnete mit einem Plus von 35% auf 743 Mio. EUR einen noch deutlicheren Anstieg der Aufträge. Der Umsatz blieb mit 2,9 Mrd. EUR auf dem Niveau 2015, das EBIT ging indes zurück.

SASAC verordnet Profitabilität von Outbound-Investments

Die chinesische „State-owned Assets Supervision and Administration Commission“ (SASAC) beaufsichtigt über 100 Unternehmen im Besitz der chinesischen Zentralregierung. Damit ist die SASAC auch für...

Sedant aus Peking erwirbt Mehrheit an apt

Die Sedant Holding übernimmt die Mehrheit an der apt Hiller GmbH. Das inhabergeführte Mischunternehmen mit Sitz in Peking und der Aluminiumteilehersteller aus Monheim haben über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2014. Der bisherige geschäftsführende Gesellschafter von apt, Franz Kurvers, wird das Unternehmen weiter leiten, ebenso bleiben die Geschäftsführer der Tochterunternehmen an Bord.

Jifeng senkt Annahmeschwelle für Grammer-Angebot

Das öffentliche Übernahmeangebot von Ningbo Jifeng für die Grammer AG verfehlt offensichtlich bisher die Erwartungen: Jifeng setzt die Mindestannahmeschwelle für bereits laufende Offerte von 50% plus einer Aktie auf 36% herab. Gleichzeitig soll die Annahmefrist erst am 6. August auslaufen und nicht wie ursprünglich geplant am 23. Juli. Den Preis hebt der chinesische Investor nicht an. Die weitreichenden Standort- und Arbeitsplatzgarantien, die in einer Investitionsvereinbarung im Vorfeld vereinbart wurden, bleiben unangetastet.

Übernahme von Hahn durch HNA auf Zielgeraden

Der Flughafen Frankfurt Hahn wechselt endgültig in chinesische Hände. Laut Medienberichten hat Investor HNA bereits die Kaufsumme für den Anteil von 82,5% des Landes Rheinland-Pfalz überwiesen. Der Preis beträgt nominal 15,1 Mio. EUR, dürfte aber aufgrund von Sonderposten tatsächlich niedriger ausfallen. Im Konsortium mit HNA erwirbt die ADC GmbH die restlichen 17,5% vom Land Hessen für einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag. Damit ist die Voraussetzung für die Unterzeichnung des Vertrags gegeben. Nach dem Scheitern des Verkaufs an Shanghai Yiqian Trading vergangenes Jahr verlangte die Landesregierung von Rheinland-Pfalz, dass HNA und ADC zunächst die volle Kaufsumme auf ein Treuhandkonto überweisen.
Joh. Friedrich Behrens AG geht an GreatStar Europe AG aus China

Joh. Friedrich Behrens geht an GreatStar Europe

Wie die Joh. Friedrich Behrens AG (Behrens AG) meldet, wurde der Investorenprozess zur Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs erfolgreich abgeschlossen. Der Gläubigerausschuss hat den Verkauf...

Berlin verhindert SGCC-Beteiligung an 50Hertz

Auch im zweiten Anlauf ist die State Grid Corporation of China (SGCC) bei dem Versuch gescheitert, eine Minderheitsbeteiligung an der 50Hertz Transmission GmbH zu erwerben. Grund hierfür ist eine Intervention des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi), das Sicherheitsbedenken gegenüber der Transaktion hat. Wie das BMWi bekanntgab, wird die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vorläufig den zum Verkauf stehenden Anteil von 20% übernehmen. Dazu wird wie schon Anfang des Jahres beim ersten Einstiegsversuch von SGCC die belgische Netzgesellschaft Elia abermals von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Danach wird Elia allerdings die Beteiligung an die KfW weiterreichen. Der Preis des Pakets dürfte wie beim ersten Teilverkauf von ebenfalls 20% der Anteile bei rund 1 Mrd. EUR liegen.

Auf der Suche nach neuen Märkten in Südasien – außerhalb Chinas

Diese Tage steht Südasien im Mittelpunkt des wirtschaftspolitischen Geschehens: Im indonesischen Bali findet der G-20-Gipfel statt, das zum Stelldichein aller wichtigen wirtschaftlichen Nationen avanciert....
Expertin auf dem Gebiet deutsch-chinesischer Transaktionen: Yi Sun, Partnerin bei EY.

„Ich könnte Ihnen eine sehr lange Wunschliste vorlegen“

Akquisitionen europäischer Unternehmen durch chinesische Käufer nehmen immer mehr zu. Yi Sun, Partnerin bei EY und Leiterin der China Business Services Deutschland, Österreich und Schweiz, nennt Gründe und warum der Trend trotz mancher Hindernisse weiter anhält.

Überraschende Wende bei Aixtron-Übernahme

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) stellt die Übernahme des deutschen Spezialmaschinenbauers Aixtron durch einen chinesischen Bieter erneut auf den Prüfstand. Das Ministerium hat seine Anfang September an das Unternehmen Fujian Grand Chip Investment (FGC) erteilte Unbedenklichkeitsbescheinigung widerrufen. Dies erfuhr Aixtron noch Freitagabend vom Ministerium. Die entsprechende Adhoc-Meldung erfolgte allerdings Montagmorgen um halb sieben zum Wochenauftakt. Offenbar wurden alle Beteiligten auf dem falschen Fuß erwischt.

Cathay scheitert mit Angebot für Epigenomics

Cathay Fortune International ist mit dem öffentlichen Übernahmeangebot für den deutschen Biotechspezialisten Epigenomics gescheitert. Wie die Berliner Gesellschaft mitteilt, verfehlte Summit Hero, das Übernahmevehikel der chinesischen Beteiligungsgesellschaft, die erforderliche Mindestannahmeschwelle von 75%. Mit Ablauf der Annahmefrist am 7. Juli hielt Summit lediglich 62,13% der Anteilsscheine. Der Aktienkurs von Epigenomics brach nach Bekanntwerden der gescheiterten Übernahme ein.