Vielfältige Synergien

Die China European International Business School (CEIBS) hatte zum vierten Mal zu ihrem Europaforum geladen. Rund 300 Gäste fanden sich am 17. Juli in der BMW Welt in München ein. Neben mehreren Panels zur Digitalwirtschaft in China gab der CEO seltene Einblicke in einen der wichtigsten chinesischen Staatsfonds.

Joyson kauft in Österreich zu

Die zur Joyson-Gruppe gehörige PIA Automation übernimmt die M&R Automation aus Österreich von der Beteiligungsgesellschaft Quadriga Capital. Beide Unternehmen werden in einer eigenen Geschäftseinheit zusammengefasst und unter dem Markennamen PIA auftreten. Die Gesellschaft weist dann mit 1.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 220 Mio. EUR auf. Die Transaktion unterliegt noch dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Zum Kaufpreis äußeren sich die beteiligten Parteien nicht.

Midea legt offizielles Angebot für Kuka vor

Der chinesische Hausgerätehersteller Midea hat heute die offiziellen Unterlagen zu seinem öffentlichen Übernahmeangebot für Kuka vorgelegt. Darin bestätigt das Unternehmen aus Foshan den Preis von 115 EUR pro Aktie, den Midea am 18. Mai in einer ersten Mitteilung angekündigt hatte. Demnach strebt die Gesellschaft, die an Kuka bereits einen Anteil von 13,5% hält, auf mehr als 30% erhöhen. Die Annahmefrist läuft seit heute bis einschließlich 15. Juli.
Kuka bleibt in Augsburg

Kuka bleibt in Augsburg

Keinerlei Pläne des chinesischen Mischkonzerns Midea, die Unternehmenszentrale des Roboter- und Anlagenbauers zu verlegen, sagt Kuka-Aufsichtsratschef Andy GuNachdem das Augsburger Unternehmen umsatztechnisch in die Schieflage geraten war und man sich im Zuge dessen von Konzernchef Till Reuter trennte, waren Befürchtungen laut geworden, dass die Chinesen darüber nachdächten, mehr Bereiche von Kuka nach China zu verlegen. Mit diesen Sorgen räumte Andy Gu, der die Interessen von Midea bei Kuka vertritt, nun im Interview mit der Augsburger Allgemeinen auf.

Zweiter Cross-border Investment und M&A-Gipfel in Shanghai

“The Rising of Chinese Big Buyers” – das war das Motto des zweiten chinesischen Cross-border Investment und M&A-Gipfels. Am 18. und 19. April traf sich in Shanghai alles was Rang und Namen in der chinesischen M&A- und Private Equity Szene hat. Eingeladen hatte die M&A-Online-Plattform Morning Whistle zahlreiche Berater, Investoren, Unternehmer und Regierungsvertreter berichteten und diskutierten teils kontrovers miteinander über die aktuelle Entwicklung und die künftigen Perspektiven chinesischer Outbound-Investments. M&A Dialogue sammelte vor Ort Eindrücke.

Küchenbauer Siematic geht an Nison

Der chinesische Hausgerätehersteller Nison übernimmt die Mehrheit an dem Küchenanbieter Siematic. Verkäufer sind die Familiengesellschafter Ulrich Siekmann und Kathrin André, die weiterhin eine Minderheit behalten werden. Auch die Geschäftsführung um Siekmann und Silvia Weppler soll bestehen bleiben. Löhne in Nordrhein-Westfalen soll auch künftig Hauptsitz und Produktionsstandort des Premiumanbieters von Küchenmöbeln sein. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Zustimmung. Zu den finanziellen Details haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Chiho-Tiande übernimmt Scholz-Gruppe

Die Chiho-Tiande Group kauft die angeschlagene Scholz-Gruppe im Rahmen eines Debt Purchase Agreements. Nachdem das börsengelistete Unternehmen aus China bereits im Frühjahr die Übernahme der Schulden zugesagt hatte, erwirbt es jetzt das Stammkapital des Altmetall- und Recyclying-Spezialisten aus Essingen. Mit dem Schuldenabbau und dem neuen Eigentümer will Scholz das Vertrauen der Mitarbeiter und Kunden wiedergewinnen und auf den Weg zu profitablem Wachstum zurückkehren.

Chinesischer Retter für deutsches Bergbauunternehmen

Ein weiterer Distressed M&A-Deal zwischen China und Deutschland: im südlichen Teil des Ruhrgebiets ging die insolvente OHE Mining Technology an das chinesische Großhandelsunternehmen, die Beijing Huahai Co. Ltd . Die Übernahme erfolgte vor dem Hintergrund, Marktführer im chinesischen Bergbausegment für ganzheitliche Lösungen im Bereich „Streb“ zu werden. Forschung und Entwicklung sowie die Produktion sollen wie gehabt am Standort in Hattingen erfolgen. Ein weiterer Ausbau unter Beibehaltung sämtlicher Arbeitsverhältnisse soll mittel- und langfristig erfolgen.

Geely steigt bei Daimler für über 7 Mrd. EUR ein

Die Geely Group hat 9,69% an der Daimler AG erworben. Dies gaben Daimler und Geely am 24. Februar nach Börsenschluss bekannt. Die Beteiligung hat einen Börsenwert von 7,26 Mrd. EUR auf Basis des Vortagsschlusskurses. In einer Unternehmensmeldung begrüßen die Stuttgarter ausdrücklich den Einstieg von Geely-Gründer und CEO LI Shufu als neuen langfristig orientierten Investor. Geely ist nunmehr vor dem Staatsfond Kuwait, der 6,8% hält, größter Aktionär von Daimler. Mit der Milliardeninvestition stellt Geely gleich zwei Rekorde für grenzüberschreitende Investitionen chinesischer Unternehmen auf: das wertvollste Investment in Deutschland und der weltweit größte Anteilserwerb an einem Automobilhersteller.

Techcent kauft Bilfingers Wassersparte

Techcent Enviroment übernimmt die Bilfinger Water Technologies GmbH. Für voraussichtlich für 205 Mio. EUR wird das Umwelttechnikunternehmen aus Chengdu die Wassersparte des Mannheimer Konzerns...

ShangGong stockt Beteiligung an Dürkopp Adler auf

ShangGong hat den Anteil von ZOJE Europe am industriellen Nähmaschinenhersteller Dürkopp Adler wieder aufgekauft. Die Tochtergesellschaft der chinesischen ZOJE Sewing Machine hatte fünf Jahre nach der Übernahme des deutschen Traditionsunternehmens durch ShangGong 29% der Aktien erworben.

Chinesische Outbound Investitionen erreichen Rekordniveau

Laut einer beauftragten Recherche der globalen Anwaltssozietät haben chinesische Outbound Investitionen nach Europa im vergangenen Jahr ein Spitzenniveau erreicht. Nach einem kurzen Einbruch im Jahr 2013 wurden im letzten Jahr von chinesischen Unternehmen 155 Investitionstransaktionen in einem Gesamtwert von 18 Milliarden US-Dollar nach Europa getätigt.