ItN geht nach Insolvenz an SafBon
Die Shanghai SafBon Investment wird in zwei Schritten ItN Nanovation AG übernehmen. Zunächst wird das chinesische Cleantech-Unternehmen 9,7 Mio. Aktien von den bisherigen Großaktionären, den Familien Stoll und der Coreo AG bis 30. September 2016 für 0,10 Euro je Aktie übernehmen. Im Anschluss plant SafBon die Zeichnung einer Kapitalerhöhung von 1,5 Mio. Aktien aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre von ItN zu einem Preis von 2,00 Euro. Die Kapitalerhöhung soll bis spätestens 30. November 2016 über die Bühne gehen. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen wird SafBon nach beiden Transaktionen einen Anteil von 67,7% an ItN halten. Hierfür müssen die Shanghaier insgesamt 3,97 Mio. auf den Tisch legen.
Übernahme von smk durch Kaizhong vor dem Closing
Shenzhen Kaizhong Precision Technology steht beim Erwerb der smk systeme metall kunststoff gmbh & co. kg kurz vor dem Ziel. Auf chinesischer Seite ist die Transaktion bereits bei der Reform- und Entwicklungskommission NDRC und dem Handelsministerium MOFCOM registriert. Lediglich die Zustimmung der chinesischen Devisenverwaltung SAFE steht noch aus. Jetzt hat auch in Deutschland das Bundeswirtschaftsministerium die Transaktion genehmigt. Nach dem jüngsten Wirbel um die Interventionen der deutschen Regierung bei 50Hertz und Leifeld können chinesische Investoren damit wieder eine erfolgreiche Transaktion verbuchen.
Rostocker Biotech-Unternehmen Centogene wirbt 25 Mio. EUR ein
Das 2005 gegründete Life Sciences-Unternehmen Centogene ist auf dem Gebiet der Diagnostik angeborener, seltener Krankheiten tätig. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Biotech-Unternehmen mit Sitz in Rostock und Niederlassungen in Berlin, Toronto, Neu-Delhi, Wien, Dubai und Jeddah in Rostock 240 Mitarbeiter und weltweit rund 300 Mitarbeiter. Entstanden ist das Unternehmen als Ausgründung der Rostocker Universitätsmedizin. Derzeit baut Centogene im Rostocker Stadthafen eine neue Unternehmenszentrale, die Ende 2017 bezogen werden soll. Am Firmensitz in Rostock lagern Tausende Patientenproben. Sie dienen als Basis für die Suche nach Biomarkern für Diagnostik oder Therapie-Monitoring.
Große Tickets und hochwertige Targets bevorzugt
Bei den chinesischen Cross-border M&A zeigen sich aktuell drei Trends: Chinas Unternehmen fokussieren sich erstens mehr und mehr auf „qualitatives Wachstum“. Dies zeigt sich zum einen in steigenden Ticketgrößen. Zum anderen aber werden auch zunehmend Targets aus Sektoren mit hoher Wertschöpfung ins Visier genommen. Zweitens konzentrieren sich die Investoren aus der Volksrepublik verstärkt auf die entwickelten Märkte. Und drittens spielen Privatunternehmen eine immer aktivere Rolle. Dies stellt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in ihrer Studie „China Outlook 2016“ fest.
Chinas Biotech-Revolution
Die medizinische Biotechnologie ist eine hoch dynamische, doch sehr spezielle Branche. Einerseits multinational bestens vernetzt, andererseits akademisch geprägt und teils nerdig. Die zahlreichen deutsch-chinesischen...
Beijing Zhonghuan erwirbt Mehrheit an EFA-S
Die Beijing Zhonghuan Investment Management Co., Ltd. steigt bei der EFA-S GmbH ein. Das chinesische Unternehmen erwirbt eine 75%-Beteiligungsmehrheit von den bisherigen Gesellschaftern. Das Share Purchase Agreement wurde am 16. November geschlossen. Beraten wurde Beijing Zhonghuan von GvW Graf von Westphalen. Zum Preis und weiteren Details bewahren die Beteiligten Stillschweigen.
Schiess Werkzeugmaschinenfabrik GmbH: Neustart mit chinesischem Investor
Shandong Guochuang zählt zu den größten Handform-Gießereiunternehmen Chinas und der Welt. Der Mittelständler fertigt Gussteile für Windkraftanlagen, wofür spezielle Werkzeugmaschinen notwendig sind. „Dank der...
Epigenomics wirbt für Übernahme durch Cathay
Der Molekulardiagnostikspezialist Epigenomics empfiehlt seinen Aktionären die Annahme des öffentlichen Übernahmeangebots von Cathay Fortune International. Auf der Hauptversammlung am 30. Mai legte der Epigenomics-CEO Greg Hamilton die Vorteile der Transaktion dar: Das Biotech-Unternehmen kommt an frisches Geld für Forschung und Entwicklung, während die Anteilseigner einen satten Aufschlag kassieren können. Die Offerte über 7,52 Euro pro Aktie beinhaltet einem Aufschlag von fast 50% gegenüber dem gewichteten durchschnittlichen dreimonatigen Börsenkurs vor Bekanntgabe der Übernahmeabsicht Ende April. Damit bewertet die in Hongkong registrierte Beteiligungsgesellschaft das Berliner Unternehmen mit 171 Mio. EUR.
Aixtron bleibt in der Verlustzone
Für Aixtron bleibt die wirtschaftliche Situation angespannt. Bei einem stagnierenden Umsatz von 197 Mio. EUR verbuchten die Herzogenrather 2016 einen operativen Verlust (EBIT) in Höhe von 21,4 Mio. EUR (2015: 26,7 Mio. EUR). Nach der geplatzten Übernahme durch Fujian Grand Chip Investment (FGC) sucht der LED-Anlagenbauer aus Herzogenrath weiterhin nach einem Investor. Für das laufende Jahr geht der Vorstand von einem weiterhin negativen EBIT bei einem Umsatz zwischen 180 und 210 Mio. EUR. Erst für 2018 rechnet Aixtron damit, aus den roten Zahlen zu kommen. Dennoch zeigen sich einige Lichtblicke.
Der Mittelstand in Deutschland
Die herausragende Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Volkswirtschaft wird immer wieder betont. Gerade im Zeitalter einer globalisierten Wirtschaft und multinationaler Konzerne bildet der fest mit seinen Unternehmen verbundene mittelständische Unternehmer einerseits einen festen Anker und zeigt andererseits die notwendige Flexibilität, um auf die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen adäquat reagieren zu können.
Kingenta übernimmt Compo Consumer von Triton
Der chinesische Pflanzen- und Düngespeziallist Kingenta übernimmt Compo Consumer aus Münster. Verkäufer ist die Private Equity-Gesellschaft Triton. Zum Kaufpreis äußerten sich die beteiligten Parteien nicht, in Medienberichten ist aber die Rede von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung auf chinesischer Seite durch die Nationale Reformkommission (NDRC) und das Handelsministerium (MofCom). Mit dem Trade Sale verkauft Triton auch die zweite Sparte von Compo an einen Investor aus China.
Chinesisches Konsortium kauft Osram-Lichtsparte
Die im MDAX notierte Osram Licht AG veräußert ihr Lampengeschäft an ein chinesisches Konsortium. Für über 400 Mio. EUR erwerben das chinesische Lichtunternehmen MLS, dem Finanzinvestor Yiwu State-Owned Assets Operation Center sowie der auf China spezialisierten US-Beteiligungsgesellschaft IDG Capital Partners in einem Carve-Out die Sparte, die unter „Ledvance“ firmiert. Zudem soll Osram in den kommenden Jahren Lizenzzahlungen für die Nutzung von Namensrechten erhalten.














