Alibaba kommt nach Deutschland

Die Alibaba Group eröffnet ein Büro in München. Mit der neuen Niederlassung will der chinesische E-Commerce-Konzern sein Deutschland- und Europa-Geschäft weiter ausbauen. Für die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ist die Entscheidung für die Landeshauptstadt ein Beleg für die internationale Standortqualität des Freistaats.

Fosun steigt aus BHF-Bank aus

Fosun verkauft seinen Minderheitsanteil an BHF Kleinwort Benson an die französische Privatbank Oddo & Cie. Damit räumt die chinesische Beteiligungsgesellschaft ihre Niederlage im Bieterwettstreit um die BHF-Bank endgültig ein. Die Frankfurter BHF Bank ist Teil der deutsch-britischen Holding BHF Kleinwort Benson. Mit dem Verkauf der Beteiligung an Oddo gibt Fosun gleichzeitig seine Sperrminorität auf. Trotzdem hat sich das Investment gelohnt: Laut der Nachrichtenagentur Reuters erhält die Gesellschaft aus Shanghai 217 Mio. EUR für ihren Anteil. Damit erzielt Fosun einen Bruttogewinn von 29 Mio. EUR.

China Western Power erwirbt Mehrheit an Goslar

China Western Power erwirbt für 6,503 Mio. EUR eine Mehrheitsbeteiligung von 51% an der Goslar GmbH. Das niedersächsische Unternehmen produziert vorwiegend Behältnisse für radioaktive Abfälle. Verkäufer der Anteile sind die Münchner Investmentgesellschaften Endurance Capital AG und die Pro Consult Plus UG, die jeweils 40,8% bzw. 10,2% abgeben. Der Käufer aus der südwestchinesischen Provinz Sichuan möchte mit Blick auf den wachsenden Bedarf für die Behandlung von radioaktiven Materialien in China mit dem Einstieg bei Goslar Zugang zu internationaler Spitzentechnologie erhalten und diesen Geschäftsbereich aufbauen.
Deutsch-chinesische Post Merger Integration

Deutsch-chinesische Post Merger Integration

Deutschland zählt zu den beliebtesten Investitionszielen für chinesische M&A Outbound Investitionen. Chinesische Investoren möchten durch Übernahmen von deutschen Zielunternehmen einen Zugang zu westlichen Märkten...

Positive Erfahrungen mit chinesischen Investoren

In Deutschland sind die Erfahrungen von Managern und Belegschaften mit Investoren aus China nach einer Übernahme überwiegend positiv. Die Muttergesellschaften aus der Volksrepublik üben relativ wenig Einfluss auf das Tagesgeschäft aus. Das vorhandene Management wird meist im meist im Amt belassen. Denn die Käufer selbst verfügen häufig nicht über genügend international erfahrenes, sprach-, rechts- und fachkundiges Personal. In bestimmten Kernbereichen bestehen die chinesischen Eigentümer jedoch auf die Entscheidungshoheit. Dies geht aus einer neuen Studie für die gewerkschaftsnahe Hans Böckler Stiftung hervor.

Lockende Zukunftstechnologie

Die orangefarbenen Roboter von Kuka sind weltweit gefragt. Keine Überraschung deshalb, dass der chinesische Konzern Midea seine Anteile im Februar 2016 auf über 10% erhöhte. Welche strategischen Ziele er damit verfolgt, bleibt im Dunkeln. Um den Augsburger Maschinenbauer hat ein harter Investorenkampf begonnen.

Fountain kauft KSL-Kuttler von Suntech

Der chinesische Immobilien Konzern Fountain Group aus Suzhou hat die KSL-Kuttler Automation Systems GmbH übernommen. Der Mittelständler aus dem baden-württembergischen Dauchingen gehörte seit 2008 zu Suntech Power aus Wuxi. Der Deal umfasst auch die Anteile an der chinesischen Niederlassung von KSL-Kuttler in Suzhou. Zur Höhe des Kaufpreises äußerten sich die Beteiligten nicht.

Greatoo erhöht Anteil an OPS

Greatoo Intelligent Equipment Inc. erhöht seinen Minderheitsanteil an OPS-Ingersoll Funkenerosion GmbH um 21,32%. Nach Schätzung des Datenanbieters Morning Whistle zahlen die Südchinesen hierfür bis zu 10 Mio. EUR. Die Anteilserhöhung erfolgt wie schon beim Einstieg 2011 indirekt über die OPS-Ingersoll Holding GmbH. Damit hält Greatoo nun insgesamt 43,66% an dem Burbacher Automatisierungsspezialisten. Zusammen mit einem weiteren Maschinenbauer aus Hongkong werden rund zwei Drittel des Unternehmens von chinesischen Investoren gehalten.

Chinesische M&A-Aktivitäten in Europa rückläufig

Die Zahl chinesischer M&A-Deals in Europa ist weiter rückläufig: Im ersten Halbjahr fiel die Anzahl er Übernahmen und Unternehmensbeteiligungen um 12% von 126 auf 111. Das Investitionsvolumen hat sich sogar mehr als halbiert: von 31,6 auf 14,9 Mrd. USD. Indes stieg in Deutschland das M&A-Volumen in ersten sechs Monaten des Jahres bei gezählten 22 Deals im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 6,7 auf 9,9 Mrd. USD. Ausschlaggebend hierfür war der Einstieg des chinesischen Autobauers Geely bei Daimler mit einem Volumen von geschätzt 8,9 Mrd. USD. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY.

„Chinesische Investoren haben ein langfristiges Interesse“

Der deutsche Markt gewinnt für chinesische Investoren immer mehr an Attraktivität. Doch die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ist noch keine Routine. Auch die Bertelsmann Stiftung hat sich der Thematik angenommen.
Geely nimmt an Volocopter Finanzierungsrunde D teil. Im Bild zu sehen ist das Flugtaxi VoloCity.

Geely nimmt an Volocopter Finanzierungsrunde D teil

Nachdem erst gestern das geplante Joint Venture zwischen Volocopter und der Zhejiang Geely Holding Group (Geely)-Tochter Wofei Changkong Technology Co (Wofei) bekannt wurde, meldet...

Haier an der Frankfurter Börse gelistet

Qingdao Haier notiert seit heute an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien des chinesischen Haushaltsgeräte-Herstellers wurden im Prime Standard gelistet. Der Haushaltsgerätehersteller aus der Provinz Shandong ist das erste chinesischen Unternehmens, das am CEINEX D-Share-Markt gehandelt wird. Der Ausgabepreis lag bei 1,05 Euro. Damit liegt der Emissionspreis nahe am unteren Ende der zuvor festgelegten Spanne von 1,00 EUR bis 1,50 EUR. Zum Handelsstart eröffnete die Aktie bei 1,06 Euro.