Fosun steigt aus BHF-Bank aus

Fosun verkauft seinen Minderheitsanteil an BHF Kleinwort Benson an die französische Privatbank Oddo & Cie. Damit räumt die chinesische Beteiligungsgesellschaft ihre Niederlage im Bieterwettstreit um die BHF-Bank endgültig ein. Die Frankfurter BHF Bank ist Teil der deutsch-britischen Holding BHF Kleinwort Benson. Mit dem Verkauf der Beteiligung an Oddo gibt Fosun gleichzeitig seine Sperrminorität auf. Trotzdem hat sich das Investment gelohnt: Laut der Nachrichtenagentur Reuters erhält die Gesellschaft aus Shanghai 217 Mio. EUR für ihren Anteil. Damit erzielt Fosun einen Bruttogewinn von 29 Mio. EUR.

Shanghai Pharmaceutical bietet nicht für Stada

Shanghai Pharmaceutical wird nicht mehr in das Bieterrennen um Stada eingreifen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise kommt kein gemeinsames Angebot mit den Private-Equity-Gesellschaften Advent und Permira zustande. Demnach habe man sich über die Höhe des Kaufpreises für den deutschen Generikahersteller nicht einigen können. Damit bleibt die bisherige Offerte der beiden Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven unangefochten. Diese bieten 66 EUR pro Anteilsschein. Die Aktionäre haben noch bis zum 8. Juni Zeit, das Angebot anzunehmen.

Britischer Robotikspezialist in chinesischer Hand

Die chinesische Estun Automation erwirbt für 15,5 Mio. GBP (18 Mio. EUR) die britische Trio Motion Technology. Das Unternehmen aus Nanjing plant durch die Übernahme von einem Komponentenzulieferer zu eine Anbieter von High-end Motion-Control-Systemen aufzusteigen. Die in Gloucestershire ansässige Trio Motion Technology soll im Rahmen von Estuns Wachstumsstrategie auch als Forschungs- und Entwicklungszentrum fungieren. Als Berater für den chinesischen Käufer in rechtlicher, steuerlicher und wirtschaftlichen Fragen fungierte Rödl & Partner.

Beteiligungsgrenzen an chinesischen Banken fallen

China hebt die Beschränkungen für ausländische Investoren bei Beteiligungen an Banken auf. Dies gab die China Banking and Insurance Regulatory Commission (CBIRC) am 23. August bekannt. Damit setzt die Aufsichtsbehörde nach eigenem Bekunden Vorgaben des 19. Parteitags der Kommunistischen Partei vom Oktober letzten Jahres um. Ausländische Investoren sollen demnach künftig inländischen Marktteilnehmern gleichgestellt werden. In der Folge wird die Anteilsgrenze an chinesischen Banken in Höhe von 20% für einzelne Unternehmen und 25% für Konsortien aus dem Ausland aufgehoben.

Die chinesische Xio-Group kauft Compo Expert

Die chinesische Xio-Group hat den Spezialdüngemittelhersteller Compo Expert gekauft. Es handelt es sich um eine Sparte des Unternehmens Compo, das seit 2011 dem Private-Equity-Investor Triton gehört. Für Xio ist es das erste Investment in Europa. Triton bleibt aber weiterhin Eigentümer der so genannten Consumer Geschäftseinheit. Der Investor hatte Compo 2011 vom Rohstoffkonzern K+S übernommen. Über den Kaufpreis gibt es keine Angaben.

China entzaubert die USA

Die Welt sortiert sich neu: Asien und hier insbesondere China werden die Gewinner sein. Das „Goldene Zeitalter" des Westens geht zu Ende, die US-Dominanz schwindet. Über 50% der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in Asien, nur noch weniger als 5% in den USA. Gut 4 Mrd. Asiaten, davon ein Drittel Chinesen, fordern immer stärker ihre Beteiligung an der Weltgemeinschaft ein. Visionäre Pläne Chinas treffen hierbei auf einen weitgehend planlosen Westen. Favorisiert sind Unternehmen, die sich rechtzeitig auf diese globalen Umbrüche eingestellt und ausgerichtet haben.

BASF übernimmt Taiwan Sheen Soon

BASF wird das Geschäft von Taiwan Sheen Soon einschließlich sämtlicher Vermögenswerte in Taiwan und auf dem chinesischen Festland übernehmen. Taiwan Sheen Soon stellt Vorprodukte für Klebstoffe auf Basis von thermoplastischen Polyurethanen, sogenannte TPU, her. Die Übernahme und die Integration soll im Jahr 2015 abgeschlossen werden. Beide Seiten haben über die Höhe des Kaufpreises Stillschweigen vereinbart.

China steigt zur M&A-Weltmacht auf

Die Wall Street und die europäischen Börsen müssen sich auf eine neue M&A-Großmacht einstellen. China wird, wie die jüngsten Zahlen illustrieren, in den kommenden Jahren das globale Geschäft mit Fusionen und Übernahmen fest in die Hand nehmen. In der Champions League der globalen M&A-Deals stieg die Volksrepublik 2013 mit 367 Übernahmen und Beteiligungen für insgesamt 68 Milliarden Dollar zur Nummer zwei hinter den USA auf.

ChemChina kauft Syngenta für 43 Mrd. USD

Mit einem Rekord-Deal übernimmt ChemChina den Schweizer Agrarkonzern Syngenta. 43 Mrd. USD legt der Staatskonzern aus Peking auf den Tisch. Damit geht ein langes Tauziehen zu Ende. Bereits vergangenes Jahr hatte ChemChina ein Angebot abgegeben. Syngenta lehnte damals ab – ebenso wie Offerten des US-Agrarriesen Monsanto.

AGIC kauft Laserspezialist Fotona

AGIC Capital erwirbt alle Anteile des Laserherstellers Fotona. Für das slowenische Unternehmen eröffnet der Eigentümerwechsel neue Marktchancen in Asien und China. Verkäufer ist die US-Beteiligungsgesellschaft The Gores Group. Zum Kaufpreis äußerte sich AGIC nicht. Für die von Henry Cai vor zwei Jahren gegründete chinesisch-deutsche Private-Equity-Gesellschaft ist die Akquisition die dritte Transaktion insgesamt und die zweite als Alleininvestor.

BASF beteiligt sich an Shanghaier Prismlab

BASF Venture Capital (BVC) investiert in Prismlab, einen Shanghaier Anbieter von 3D-Druckverfahren und 3D-Druckmaschinen. Das 2005 gegründete Unternehmen hat einen neuartigen additiven Druckprozess entwickelt, der sich durch hohe Geschwindigkeit und Präzision bei gleichzeitig niedrigen Kosten auszeichnet. Der Venture-Arm des deutschen Chemieriesen plant mit seiner Investition, Prismlab bei der Produktinnovation und dem Auftritt auf dem Weltmarkt zu unterstützen. Zur genauen Höhe und dem Kaufpreis der Beteiligung äußerte sich BVC nicht.

Lei Shing Hong schlägt erneut zu und erwirbt 15 Daimler-Niederlassungen

Bereits im E-Mag 1/2015 von M&A China/Deutschland hat unsere Redaktion berichtet, dass der Hongkonger Mischkonzern Lei Shing Hong von der Daimler AG drei Mercedes-Benz-Niederlassungen in Thüringen erworben hat. Zu diesem Zeitpunkt hat das bis 2008 an der Börse Hongkong notierte Unternehmen bereits den Kauf der restlichen 15 ostdeutschen Mercedes-Benz-Niederlassungen prüfen lassen. Nur wenige Monate später ist der Kauf nun erfolgt.