AGIC greift sich Italiens Robotikzulieferer Gimatic

Die chinesische Private Equity Gesellschaft AGIC Capital übernimmt die Mehrheit an dem italienischen Automatisierungsspezialisten Gimatic Srl. Gleichzeitig wird der bisherige Investor Xenon Private Equity seinen Minderheitsanteil aufstocken. Auch Gimatic-Gründer Giuseppe Bellandi beteiligt sich weiter an seinem Unternehmen. Die Höhe der Transaktion liegt laut AGIC bei über 100 Mio. EUR. Zur genauen Höhe des Mehrheitsanteils äußerte sich der Private Equity Investor nicht. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Chinesischer Investor für Personal MedSystems

Der Sino-German Hight-Tech Fund (SGHF) beteiligt sich an der zweiten Finanzierungsrunde der Personal Medsystems GmbH. Das deutsche Mobile Health Start-up kann dadurch Mittel in Höhe von 5 Mio. EUR einsammeln. Weitere Investoren sind der High-Tech-Gründerfonds, Seventure, die KfW Bankengruppe, KPN Ventures und die NRW.Bank. Die Beteiligung ist bereits die dritte Investition des SGHF in Deutschland.

Joyson finanziert Übernahmen mit Privatplatzierung

Ningbo Joyson Electronic gibt in einer Pflichtmitteilung eine außerbörsliche Kapitalerhöhung zur Finanzierung der jüngsten Akquisitionen der deutschen TechniSat Automotive und des US-Unternehmens Key Safety Systems (KSS) bekannt. Demnach will der Automobilzulieferer aus Ningbo 360 Millionen Aktien privat platzieren und damit 8,6 Mrd. RMB (1,2 Mrd. EUR) einsammeln. Ein kleiner Teil der eingesammelten Mittel soll darüber hinaus als Umlaufkapital verwendet werden.

USA geben Übernahme von Kuka durch Midea frei

Gute Nachricht für Midea und Kuka zum Jahreswechsel: Die US-Regulierungsbehörden CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) und DDTC (Directorate of Defense Trade Controls) haben am 29. Dezember die Übernahme des Augsburger Robotikspezialisten Kuka durch den chinesischen Konzern Midea freigegeben. Damit sind alle Vollzugsbedingungen für das öffentliche Übernahmeangebot aus dem Frühjahr erfüllt. Das Closing wird für die erste Januarhälfte 2017 erwartet.

Zhongding übernimmt Tristone Flowtech

Anhui Zhongding Sealing Parts erwirbt für 170 Mio. EUR den deutsch-französischen Automobilzulieferer Tristone Flowtech Group. Verkäufer ist die Bavaria Industries Group. Zhongding führt damit bereits seinen sechste M&A-Deal in Deutschland durch. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des deutschen Kartellamtes und der chinesischen Behörden.

Auch Daimler will Mehrheit an Joint Venture

Daimler steht offenbar in Verhandlungen mit de BAIC Motor Corporation über eine Erhöhung des Joint-Venture-Anteils. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf Insider beruft, plane der Stuttgarter Autobauer seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz Automotive von 49% auf 65% erhöhen. Die Verhandlungen seien noch im Anfangsstadium. Daimler wollte sich gegenüber Bloomberg hierzu nicht äußern. Ein Sprecher von BAIC verneinte, dass es Gespräche zur Ausweitung des Daimler-Anteils gäbe. Nach BMW wäre Daimler der zweite deutsche Fahrzeughersteller, der eine Mehrheit an einem Joint Venture in China anstrebt.

Jifeng steuert Übernahme von Grammer an

Ningbo Jifeng wird für Grammer ein öffentliches Übernahmeangebot für Grammer vorlegen und pro Aktie 60 EUR zahlen. Hinzu kommen 1,25 Euro Dividende für das Jahr 2017. Dazu haben der deutsche Automobilzulieferer und sein chinesischer Partner am 29. Mai eine Investorenvereinbarung unterzeichnet. Diese umfasst langjährige Garantien für das Amberger Unternehmen und seine 13.000 Mitarbeiter. Jifeng hält bisher 25,5% an Grammer. Für die restlichen rund drei Viertel der Anteilsscheine bietet das Unternehmen aus der ostchinesischen Provinz Zhejiang laut dem Angebotspreis mehr als 563 Mio. EUR, wobei die Gesamtbewertung bei über 756 Mio. EUR liegt. Das Übernahmeangebot enthält einen Aufschlag von mehr als 19% auf den Schlusskurs am Tag vor Bekanntgabe der Vereinbarung. Die bosnische Investorenfamilie Hastor, ein weiterer Großinvestor von Grammer, lehnt das Angebot als zu niedrig ab.

HNA will Air-France-Caterer übernehmen

Der chinesische Mischkonzern HNA beabsichtigt, von der französischen-niederländischen Luftfahrtgesellschaft Air France-KLM die Catering-Sparte Servair zu übernehmen. Laut Medienberichten führen beide Seiten derzeit exklusive Verhandlungen über den Verkauf eines Anteils von 49,99% an Servair. Darüber hinaus zielt HNA auf die operative Kontrolle über den Caterer ab. Den Gesamtwert der Sparte beziffert Air France-KLM auf 475 Mio. EUR. Für das Unternehmen aus Haikou wäre der Deal ein weiterer Schritt bei seiner Expansion in Europa.

Chinesisch-chinesischer Deal in Deutschland

Der Hongkonger Investor REFD erwirbt 100% an der Bochumer EKOF Mining & Water Solution GmbH. Verkäufer ist die KHD Humboldt Wedag International AG, Tochter eines chinesischen Staatskonzerns. REFD ist das Investitionsvehikel einer chinesischen Familie, die bisher nicht namentlich in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten ist. Für den chinesischen Käufer ist die Übernahme des mittelständischen Chemieunternehmens die erste Transaktion in Deutschland.

Shanghai Pharmaceutical an Stada interessiert

Shanghai Pharmaceutical ist an Stada interessiert und überlegt noch in das Bieterrennen um den deutschen Generikahersteller einzusteigen. In der Erklärung dementiert das chinesische Unternehmen gleichzeitig, bereits ein konkretes Angebot in Höhe von 70 EUR pro Aktie abgegeben zu haben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte dies zuvor unter Berufung auf informierte Kreise berichtet. Demnach hätte Shanghai Pharmaceutical zusammen mit dem Private Equity Investor Advent International bereits ein konkretes Angebot für Stada vorgelegt.

CITIC steigt in deutschen Offshore-Windpark ein

Zusammen mit der japanischen Unternehmensgruppe Itochu Corporation erwirbt CITIC Limited einen Anteil von 22,5% an dem deutschen Windpark Butendiek in der Nordsee. Für die staatliche chinesische Investmentgruppe tritt die Tochter CITIC Pacific als Käufer auf. Verkäufer ist der dänische Pensionsfonds PKA. Zum Preis und weiteren Konditionen äußerten sich die beteiligten Parteien nicht. Dies ist bereits das zweite Investment aus China in einen deutschen Offshore-Windpark im Jahr 2016.

Midea legt offizielles Angebot für Kuka vor

Der chinesische Hausgerätehersteller Midea hat heute die offiziellen Unterlagen zu seinem öffentlichen Übernahmeangebot für Kuka vorgelegt. Darin bestätigt das Unternehmen aus Foshan den Preis von 115 EUR pro Aktie, den Midea am 18. Mai in einer ersten Mitteilung angekündigt hatte. Demnach strebt die Gesellschaft, die an Kuka bereits einen Anteil von 13,5% hält, auf mehr als 30% erhöhen. Die Annahmefrist läuft seit heute bis einschließlich 15. Juli.