Der Erfolgsmaßstab ist falsch

Chinesische Unternehmensübernahmen werden häufig besonders kritisch betrachtet. Mit Blick auf die weltweite M&A (Miss-)Erfolgsbilanz relativiert sich diese Kritik jedoch. 

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Längst ist es keine Ausnahme mehr, dass chinesische Firmen ausländische Unternehmen übernehmen oder mit ihnen fusionieren. Im vergangenen Jahr erreichte das weltweite Transaktionsvolumen 63,3 Mrd. USD. Auch Deutschland blieb mit 25 Übernahmen 2013 ein beliebtes Investitionsziel für chinesische Unternehmer.

Allerdings wird die Erfolgsquote der M&A-Aktivitäten chinesischer Firmen oft besonders kritisch betrachtet. Chinesische Käufer stehen quasi unter Generalverdacht, Übernahmen nicht erfolgreich bewerkstelligen zu können. Im besten Fall verweisen Beobachter auf die vermeintliche Unerfahrenheit der chinesischen Käufer und das damit verbundene Geschäftsrisiko für die übernommenen Unternehmen. Im schlimmsten Fall unterstellen sie chinesischen Käufern, lediglich „Asset Stripping“-Strategien zu verfolgen. Dabei führen sie gern Negativbeispiele gescheiterter Transaktionen an, wie das Joint Venture zwischen dem Elektronikhersteller Thomson und TCL oder die Übernahme des Flugzeugbauers Dornier durch D’Long.

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