Chinas M&A-Volumen verdoppelt sich

China im Fokus: Inbound-M&A - insbesondere aus den USA und Europa - spielen eine immer größere Rolle bei den FDI.

Das Gesamtvolumen aller M&A-Transaktionen auf dem chinesischen Inlandsmarkt (domestic und inbound) verdoppelt sich in den ersten drei Quartalen 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Datendienstleister dealogic verzeichnet in Summe 384,3 Mrd. USD für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September dieses Jahres. Das sind 48% mehr als 2014 (260,1 Mrd. USD). Hinzu kommen 125 Mrd. USD in Hongkong (Q1-Q3 2014: 27,1 Mrd. USD).

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Die Zahl der Deals hingegen ist in China leicht rückläufig. Gegenüber 2.862 Transaktionen in den ersten neun Monaten 2014 wurden für dieses Jahr 2.645 Deals gemeldet, eine Minus von 7,6%. Damit stieg die durchschnittliche Ticketgröße von rund 91 Mio. USD auf 145 Mio. USD. Der größte Einzeldeal war eine Beteiligung in Höhe von 20% an CITIC. Der japanische Konzern Itochu und Chaoroen Pokphand aus Thailand legten hierfür 10,4 Mrd. USD auf den Tisch. Dies ist bisher die größte Inbound-Transaktion, die je in China verzeichnet wurde.

Im Raum Asien-Pazifik (außer Japan) machte der chinesische M&A-Markt die Hälfte des gesamten Volumens in Höhe von 770,9 Mrd. USD aus. Insbesondere der Technologie-Sektor wurde von den China-Deals dominiert. Mit 81,1 Mrd. USD nahmen die chinesischen Domestic- und Inbound-Transkationen rund 83% des Gesamtvolumens der Region ein. Weltweit werden die M&A-Aktivitäten in der Volksrepublik nur noch von den USA übertroffen. Der dortige Markt ist mit 1.68 Bio. USD allerdings noch mehr als vier Mal so groß.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Vereinfachtes Chinesisch