Smartphone-Riese Xiaomi investiert in US-Start-up

Smartphone-Produzent Xiaomi und E-Commerce-Retailer JD.com aus China investieren als Wagniskapitalgeber in das US-Start-up Misfit Wearables. In der 40 Mio. USD schweren Finanzierungsrunde beteiligen sich zudem die in den USA und China aktiven Venture Capital-Gesellschaften GGV Capital und Shunwei. Für Xiaomi, den größten chinesischen Smartphone-Hersteller, ist es die erste Beteiligung im Bereich mobiler Endgeräte in den USA. Damit verfolgt das Unternehmen aus Beijing seine Markenstrategie konsequent weiter.

Misfit Wearables aus San Francisco stellt Activity-Tracker in Form von Uhren und Anhängern her, mit denen Fitness-Begeisterte ihre körperliche Aktivität und Kalorienverbrauch, aber auch ihren Schlaf monitoren können. Vervollständigt wird das mobile Endgerät durch eine App für iPhones und Android-Handys. Hans Tung, Partner bei GGV Capital, wird Vorstandsmitglied bei Misfit, während Tuck Koh von Shunwei in den Beirat des Start-ups eintritt. Beide besitzen auch Anteile an Xiaomi.

Die Marke Xiaomi ist in China äußerst beliebt, aber auch berüchtigt für günstige Smartphones, die den iPhones von Apple ähneln. Das erst 2010 gegründete Unternehmen diversifiziert in jüngster Zeit im Heimatmarkt durch strategische Partnerschaften und Beteiligungen an anderen Produzenten über die Smartphone-Herstellung hinaus in weitere Segmente des Marktes für mobile Endgeräte. Mit Misfit Wearables beteiligt sich Xiaomi das erste Mal an einem US-Anbieter. Damit verfolgt das Beijinger Unternehmen das Ziel weiter, wie Apple eine globale Marke zu werden.

Xiaomi setzte im vergangenen Quartal weltweit 17,3 Mio. Geräte ab, wie die Analysefirma IDC errechnete. Mit einem Marktanteil von 5,3% überholte Xiaomi knapp die etablierten Rivalen Lenovo und LG. Danach holte sich der chinesische Rivale Lenovo allerdings den dritten Platz mit der Übernahme des US-Pioniers Motorola wieder zurück.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Vereinfachtes Chinesisch