Chinas Attraktivität: Größe und Finanzkraft

Chinas Attraktivität: Größe und FinanzkraftDas deutsche Biotechunternehmen Medigene AGkonzentriert sich auf die Entwicklung personalisierten Immuntherapien zur Krebsbehandlung. Im Mittelpunkt stehen dabei T-Zell-Rezeptoren (TCR). Im April 2019 verkündete das Unternehmnehmen mit Sitz in Martinsried bei München eine Kooperationsvereinbarung mit dem chinesischen Unternehmen Cytovant. Bei Erreichen aller Meilensteine kann diese ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro erreichen. Wir sprachen mit der Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Dolores J. Schendel.

PBoC erteilt der Deutschen Bank Renminbi Forex-Erlaubnis

Die chinesische Zentralbank (PBoC) hat der Deutschen Bank als erstem Bankhaus weltweit die Erlaubnis erteilt, in Onshore-Renminbi (CNY) nominierte Forexprodukte allgemein in jeder Niederlassung...

Deutsch-Chinesische Partnerschaft zur Entwicklung von Zelltherapien gegründet

Roivant Sciences und Sinovant Sciences gründen unter Beteiligung der Medigene AG Cytovant Sciences in Hong Kong. Cytovant soll sich künftig auf die Entwicklung innovativer Zelltherapien...

Smart goes China

Gemeinsam mit seinem chinesischen Großaktionär Geely wird die Daimler AG ein Joint Venture zur künftigen Produktion des Kleinwagens Smart gründen. Das gab der Konzern...

Aktien-Update: Grammer AG

Die Grammer AG (akt. Kurs 34,00 EUR, WKN 589540) hat in einem ereignisreichen Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 4,2 % auf 1,86 Mrd. EUR verzeichnet. Ein Treiber dieser Entwicklung war das Nutzfahrzeuggeschäft, das um 11% auf 600 Mio. EUR wuchs und einen Großteil dazu beitrug, das operative EBIT um 13% auf 53,5 Mio. EUR zu steigern. Weniger gut lief das PKW-Zulieferergeschäft, das insbesondere unter der Nachfrageschwäche im Inland und Europa litt.

Atomico, Cherry Ventures und Baidu Ventures beteiligen sich an Automation Hero

Automation Hero ist eine intelligente Plattform für die Prozessoptimierung in großen Unternehmen. Hinter dem Start-up mit Sitz in San Francisco steht Datameer-Gründer Stefan Groschupf. Sein neues Geschäftsmodell basiert auf künstlicher Intelligenz (KI) und soll Mitarbeitern alltägliche und repetitive Aufgaben abnehmen. In der aktuellen Finanzierungsrunde sammelt die Firma 14,5 Mio. USD ein. Atomico ist Lead-Investor. Außerdem beteiligen sich die bestehenden Geldgeber Cherry Ventures aus Berlin sowie die chinesische Baidu Ventures erneut.

Weltmarktführer mit Discount

Der Investor Li Lu gilt als einer der potenziellen Nachfolger von Warren Buffett. Sein Fonds Himalaya Capital, der ca. 9 Mrd. USD verwaltet, ist eines der Kerninvestments von Buffetts Stellvertreter Charlie Munger. Im Unterschied zu Berkshire Hathaway liegen die Investments von Li Lu jedoch vor allem außerhalb der USA und insbesondere in China. Mit rund 6% der sogenannten H-Shares bzw. rund 1% aller ausstehenden Aktien ist Li Lu derzeit an CRRC beteiligt, dem Weltmarktführer für Eisenbahnausrüstung.

Aktien-Update: Heidelberger Druckmaschinen AG

Eine Ikone der deutschen Wirtschaft hat zukünftig einen chinesischen Großaktionär: Die Masterwork Group aus Tianjin plant den Erwerb von 8,5% der Anteile von Heidelberger Druck. Im Rahmen einer Barkapitalerhöhung wollen die Chinesen neue Aktien zeichnen und damit zum größten Aktionär des Unternehmens werden. Beachtlich dabei ist der Preis: Vorbehaltlich der Zustimmung aller relevanten Gremien beider Seiten sollen die neuen Aktien für stattliche 2,68 EUR über den Tisch gehen. Am Tag vor der Bekanntgabe des Deals notierten diese lediglich bei 1,72 EUR.

Robert Bosch Venture Capital steigt bei AutoAI ein

AutoAI will Inhalte und Services des Internets ins Auto bringen. Die chinesische Firma betreibt eine Plattform für vernetzte Fahrzeuge. Hersteller und Content Service-Anbieter sollen von den Lösungen des Unternehmens profitieren – im Idealfall können sie ihrem Fahrer in Echtzeit personalisierte Dienste zur Verfügung stellen. AutoAI ist eine Tochter von Navinfo, einem Anbieter intelligenter Navigationstechnologien aus Peking. Seit April 2018 arbeitet die Ausgründung eigenständig. Jetzt sichert sich das Start-up eine Series A-Finanzierung in Höhe von 104 Mio. USD. Robert Bosch Venture Capital steigt ein. Zudem investieren mehrere Geldgeber aus China: der Internetkonzern Tencent, Uber-Wettbewerber Didi, das IoT-Unternehmen Advantech und NIO Capital.

Fresenius Medical Care dehnt Kliniknetz in China aus

Fresenius Medical Care (FMC) erwirbt eine Reihe von Mehrheitsbeteiligungen an chinesischen Krankenhausbetreibern mit Spezialisierung auf Dialysezentren. An der Guangzhou KangNiDaiSi Medical Investment werden die Bad Homburger künftig 70%, an Henan Aishen Hospital Management und Aishen Beijing Hospital Management jeweils 55% halten. Außerdem erwirbt FMC 60% der Nierenklinik Daqing Kangda Dialysis Center in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang. Zu dem Kaufpreis und weiteren Einzelheiten äußerte sich das Unternehmen nicht. Mit den Beteiligungen setzt der deutsche Dialysespezialist seine Einkaufstour im Reich der Mitte fort und erweitert die geographische Abdeckung seines therapeutischen Angebots.

Auch Daimler will Mehrheit an Joint Venture

Daimler steht offenbar in Verhandlungen mit de BAIC Motor Corporation über eine Erhöhung des Joint-Venture-Anteils. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf Insider beruft, plane der Stuttgarter Autobauer seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz Automotive von 49% auf 65% erhöhen. Die Verhandlungen seien noch im Anfangsstadium. Daimler wollte sich gegenüber Bloomberg hierzu nicht äußern. Ein Sprecher von BAIC verneinte, dass es Gespräche zur Ausweitung des Daimler-Anteils gäbe. Nach BMW wäre Daimler der zweite deutsche Fahrzeughersteller, der eine Mehrheit an einem Joint Venture in China anstrebt.

Desay kauft Antennenspezialist ATBB

Die Antennentechnik ABB Bad Blankenburg GmbH (ATBB) geht an einen chinesischen Automobilzulieferer. Die Huizhou Desay SV Automotive erwirbt von der Beteiligungsgesellschaft Premium Equity Partners 100% der Anteile an der ANTEBB Holding GmbH, der Alleingesellschafterin der ATBB. Alle Mitarbeiter des Spezialisten für Fahrzeugantennen werden übernommen. Der Entwicklungs- und Produktionsstandort Weimar soll als selbständige Tochtergesellschaft weiterhin unter der Leitung des bisherigen Geschäftsführers Dr. Michael Weber fortgeführt werden. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2019 erwartet. Zur Höhe des Kaufpreises äußerten sich die beteiligten Parteien nicht.