Xiaomi trotzt China-Sorgen

Xiaomi
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Mehrere strenge Regulierungen seitens chinesischer Behörden versetzten den Markt in den vergangenen Wochen in Aufruhr. Xiaomi trotzt den ungewissen Bedingungen.

 China hat in den vergangen Wochen den Druck auf Tech-Konzerne erhöht. Unter anderem wurde dabei der  Fahrdienstvermittler und Uber-Konkurrent Didi hart erwischt. Zudem hat in dieser Woche eine neu verabschiedete Bildungsreform dem E-Learning-Markt die komplette Geschäftsgrundlage entzogen. Auch der chinesische Elektronik-Hersteller ist nicht ganz unbetroffen von der Panik auf dem Markt nach den Sanktion. Dennoch zeigt die Marke eine starke Kursperformance im Vergleich zu Konkurrenten wie Alibaba und Tencent.

Xiaomi überholt Apple

Die Smartphone-Marktperformance von Xiaomi im vergangenen Jahr übertraf die von Apple. Nach einem Bericht des Marktforschungsinstitut Canalys war das Unternehmen der weltweit zweitgrößte Smartphone-Anbieter- vor Apple und hinter Samsung. Mittlerweile liegt der globale Marktanteil des Smartphoneherstellers bei 17 Prozent, Apple liegt bei 14 Prozent, Marktführer Samsung bei 19 Prozent.

Xiaomi setzt im Wettbewerb auf den Vertrieb von günstigen High-End-Smartphones. So ist Apple gezwungen, entweder auf Gewinnmarge oder auf Marktanteil zu verzichten. Im Vergleich mit den beiden Mitkonkurrenten Samsung und Apple sind die Xiaomi-Produkte im Durchschnitt rund 40 beziehungsweise 75 Prozent günstiger.

Aufgrund der Ereignisse der vergangenen Tage ist auch die Xiaomi-Aktie um zehn Prozentpunkte gefallen, schneidet damit aber dennoch besser ab als Tencent und Alibaba im gleichen Zeitraum. So nutzte der Smartphone-Produzent die Gelegenheit für Aktienrückkäufe. Vergangene Woche kaufte das Unternehmen Eigenaktien im Wert von rund 26 Hongkong-Dollar.