„Deleveraging“ in China

(Bild: ©Yang MingQi - stock.adobe.com)

„Es gibt viele gute Immobilienobjekte, die stabile, laufende Einkünfte erzielen und dennoch verkauft werden müssen, weil ihre Eigentümer Liquiditätsprobleme haben. Wir sehen große Chancen in dem Sektor“, stellt Stanley Ching, einer der Geschäftsführer von CITIC Capital fest. CITIC Capital ist der Private Equity Arm der staatseigenen Finanz- und Investmentgesellschaft CITIC Group.

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Seit dem Jahr 2017 drängt China unter dem Label „deleveraging campaign“ sowohl Staats- als auch Privatunternehmen zur Schuldenreduzierung. Über den bisherigen Erfolg gibt es unterschiedliche Meinungen. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass in erster Linie Unternehmen in privater Hand verstärkte Anstrengungen zur Entschuldung ergriffen haben bzw. ergreifen müssen. Gerade große Konglomerate, die mit hohen Kredithebeln arbeite(te)n, wie Anbang, Dalian Wanda oder HNA stießen in den vergangenen Jahren verstärkt Immobilienpakete ab.

CITIC Capital hat durchaus Erfahrung im Aufkauf von notleidenden Vermögenswerten und dem Turnaround derselben. Neu ist allerdings, dass der Fonds genau diese Strategie offensiv adressiert und damit auf ihre wachsende Bedeutung hinweist. Dies gilt nicht nur für die Investorenseite, sondern für die chinesische Volkswirtschaft insgesamt: Mit voranschreitender Liberalisierung und Öffnung der Finanzmärkte gewinnt die Frage, wie man mit notleidenden Krediten und Vermögenswerten umgeht, zunehmend an Bedeutung.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Vereinfachtes Chinesisch