Future-City Hangzhou

Sci-Tec City Hangzhou: Die Delegation deutscher Experten und Unternehmer während der Konferenz in Hangzhou. 杭州未来科技城:德国专家和企业家代表团出席中德企业对洽峰会

Die M&A-Welle aus dem Reich der Mitte rollt weiter. Die Chancen für deutsche-chinesische Beteiligungen und Übernahmen stehen nach wie vor gut. Auch nach der Einführung der Devisenkontrollen durch die Regierung in Peking Ende letzten Jahres bleibt Deutschland langfristig im Blickfeld chinesische Unternehmenskäufer. Denn bei der Kooperation mit deutschen Anbietern stimmt das Matching zwischen Technologie, Kapital und Marktchancen. Das ist das Ergebnis eines Panels in Hangzhou, an dem Vertreter von King Wood & Mallesons, Simon-Kucher, Lihan Investment und der Plattform M&A-China/Deutschland am 19. Juni im Rahmen einer Wirtschaftskonferenz in Hangzhou teilnahmen.

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Unter dem Motto „Deutsche Delegation – Investition und Zusammenarbeit in China 2017“ hat das deutsche Büro der China Investment Promotion Agency (CIPA) zusammen mit dem Deutsch-Asiatischen Wirtschaftskreis (DAW) eine einwöchige Reise deutscher Experten und Unternehmer in China organisiert. Auf ihrer ersten Station besuchten die rund 25 Teilnehmer der Delegationsreise die ostchinesische Metropole Hangzhou. Mit ihren neun Millionen Einwohnern zählt Hangzhou in Bezug auf seine Wirtschaftskraft zu Chinas Top-10-Städten. In der Future Sci-Tech City im Bezirk Yuhang konzentrieren sich zahlreiche junge Unternehmen in einer modernen Entwicklungszone. Viele folgen ihrem Vorbild, dem E-Commerce Riesen Alibaba, der ebenfalls in diesem Stadtteil seine Zentrale hat.

Die Future Sci-Tech City war auch Austragungsort der Kooperationskonferenz chinesischer und deutscher Unternehmen. Vor der Veranstaltung hatte die Teilnehmer aus Deutschland Gelegenheit den dortigen Inkubator zu besuchen. Fast 10.000 Entrepreneure und ihre Mitarbeiter basteln in hunderten von Start-ups an innovativen Produkten und Dienstleistungen. In den Konferenzräumen auf dem weitläufigen Gelände des Inkubators präsentierten die Delegationsmitglieder den mehr als 300 chinesischen Konferenzteilnehmern Chancen für deutsch-chinesische Kooperationen. So betonte Norbert Noisser, Leiter der Außenhandelsabteilung im Hessischen Wirtschaftsministerium, das Potenzial einer Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0. Anja Petschauer, Direktor Marketing und Promotion bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar, stellte die Möglichkeiten bei der Automobilzuliefererindustrie des Saarlandes vor. Dass chinesische Investoren das Potenzial in Deutschlands kleinstem Flächenland längst erkannt haben, erläuterte Petschauer anhand eines Fallbeispiels: Bereits 2011 übernahm der Mischkonzern CQLT, eines der Top-500 Unternehmen in China, den Zulieferer SaarGummi.

Nach der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen der Hangzhou Future Sci-Tech City, dem Zhejiang Intellectual Property Exchange Center und der Gesellschaft für Internationale Kommunikation e.V. in Berlin stellten am Nachmittag Berater und Dienstleister aus den Bereichen Maschinenbau und Automation sowie Biotechnologie und Medizintechnik Kooperationswünsche von deutschen Unternehmen vor. So präsentierte Rainer Hübl, Geschäftsführer bei bdp Management Consulting, mehrere Projekte aus der metallverarbeitenden Industrie und der Umwelttechnik. Anna Ereth von Rödl & Partner berichtete vom Kooperationsbedarf bei einem Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Pharmabereich und einem Biotechnologiespezialisten. In den anschließenden Einzelgesprächen tauschten sich chinesische Interessenten mit den Beratern aus Deutschland zu konkreten Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Vereinfachtes Chinesisch