Steigende Direktinvestitionen, schwächelndes Wachstum

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In den ersten 8 Monaten wuchsen die ausländischen Kapitalzuflüsse nach China gegen den globalen Trend weiter an, die chinesische Volkswirtschaft insgesamt hingegen schwächelt.

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Rund 605 Milliarden CNY (ca. 77,3 Mrd. EUR) an ausländischen Direktinvestitionen (FDI) flossen der Volksrepublik in den vergangenen 8 Monaten zu. Die FDIs wuchsen somit um rund 6,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit bleibt China eines der wichtigsten Ziele für ausländisches Kapital und das Land stemmt sich gegen einen weltweit etablierten Trend, denn global betrachtet sinken die FDIs bereits das dritte Jahr in Folge. Im Jahr 2018 erreichten FDIs in die entwickelten Länder den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2004 und verzeichneten somit einen Rückgang von über 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr wie die Zahlen des von der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung veröffentlichten World Investment Report belegen.

 

Einen Wermutstropfen hält allerdings die Wirtschaftsentwicklung bereit. Der Handelskrieg mit den USA als auch bestimmte strukturelle Probleme im Inland lassen das Wirtschaftswachstum schwächer als erwartet ausfallen. Die Industrieproduktion stieg im August nur noch um 4,4% und verzeichnet damit den schwächsten Wert seit über einer Dekade. Auch der Einzelhandel und die Investitionen in Sachanlagen konnten nicht die Wachstumserwartungen der Experten erfüllen. Das Wachstum belief sich hier auf 7,5% beziehungsweise auf 5,5% und damit jeweils unterhalb der prognostizierten Zahlen. Damit dürfte auch das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft insgesamt im laufenden Quartal enttäuschend ausfallen. Bereits das vergangene 2. Quartal war ernüchternd. Das Wirtschaftswachstum betrug in der Periode April – Juni nur noch 6,2% und verzeichnete damit den niedrigsten Wert seit fast 3 Jahrzehnten.

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