Bosch und CATL gehen langfristige Partnerschaft ein

Bild: Bosch

Der schwäbische Automobilzulieferer und der chinesische Akkumulatorenspezialist vereinbaren eine strategische Kooperation zur Herstellung von 48-Volt-Batterien

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Bosch und Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) haben eine langfristig ausgerichtete Zusammenarbeit bei der Produktion von leistungsstarken Batteriezellen vereinbart. Das gab Bosch am gestrigen Donnerstag in Stuttgart bekannt. CATL wird dabei die Zellen gemäß den Anforderungen von Bosch konzipieren, entwickeln und produzieren. „Wir müssen Batteriezellen nicht selber fertigen“, stellt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions, fest. „Mit CATL haben wir dafür einen etablierten Spezialisten als Partner gewonnen.“

 

Die Zellen sollen dann in der von Bosch entwickelten 48-Volt-Batterie zum Einsatz kommen, die das Herz der 48-Volt-Hybridantriebssysteme darstellt. In diesen Systemen wird der Verbrennungsmotor durch einen E-Motor unterstützt. Die Energie hierfür wird durch den Bremsvorgang gewonnen. Dadurch lässt sich eine Verbrauchseinsparung von rund 15% erzielen. Angesichts der immer schärfer werdenden Emissions- und Verbrauchsregulierungen gewinnen solche Systeme an Bedeutung und zwar schnell: Bereits im Jahr 2025 werden nach Einschätzung von Bosch rund 20% aller weltweit verkauften Neuwagen eine solche Batterie an Bord haben. „Die 48-Volt-Hybridisierung wird in Zukunft zum Mindeststandard im Fahrzeugmarkt“, konstatiert Hartung.

 

CATL wiederum wird mit der Kooperation seine Stellung im Batteriesektor auch außerhalb des Lithium-Ionen-Bereichs weiter ausbauen. Das Unternehmen hat bereits mit anderen großen deutschen Konzernen langfristige Kooperationen geschlossen und wird beispielsweise in einem neuen Werk in Erfurt für BMW Akkumulatoren produzieren. Die dafür nötige Versorgung mit Lithium hat CATL ebenfalls bereits sichergestellt: Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Kooperation mit Bosch verkündeten die Chinesen, sich für rund 75 Mio. USD 8,5% der Anteile an dem australischen Lithiumproduzenten Pilbara Minerals gesichert zu haben.

 

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