CATL will Produktionskapazitäten in Deutschland deutlich ausbauen

People visit CATL's stand in Shenzhen,Photo: IC Photo

Der chinesische Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. (CATL) plant nach eigenen Angaben eine Milliarden-Investition in seinen deutschen Produktionsstandort

Anzeigen

 In einer Börsenmeldung verkündete der größte chinesische Hersteller von Lithium-Ionen-Akkumulatoren seine Produktionsstätte in Deutschland deutlich ausbauen zu wollen. Bisher planten die Chinesen rund 240 Mio. EUR in ihr Werk im thüringischen Arnstadt zu investieren. Nun soll die Summe auf bis zu 1,8 Mrd. EUR anwachsen. Dadurch würden die bisherig angepeilten Produktionskapazitäten deutlich steigen.

Bisher war geplant, in der Fabrik Batterien mit einer Gesamtleistung von insgesamt rund 14 GWh produzieren. Damit könnten rund 300.00 BMW i3 ausgestattet werden – die Chinesen hatten im Zuge dessen eine milliardenschwere Vereinbarung mit dem bayerischen Automobilhersteller getroffen. Bis 2031 werden die Münchner Energiespeicher in Höhe von rund 4,1 Mrd. Euro für ihre E-Autoproduktion erwerben. Nun will CATL die Kapazitäten noch einmal stark ausweiten. Das Arnstädter Werk soll am Ende über Produktionskapazitäten  für eine Gesamtleistung von insgesamt 60 GWh oder sogar 100GWh verfügen. Bereits 60 GWh Leistung entsprächen in etwa dem Leistungsäquivalent aller im vergangenen Jahr in China verkauften E-Autos.

Die Entscheidung dürfte zu einem nicht unerheblichen Teil von politischen Faktoren beeinflusst worden sein. Ab dem kommenden Jahr gelten die neuen Flottenemissionsbestimmungen der EU, welche die Emissionsbilanz der gesamten Flottenproduktion der Automobilhersteller in den Mittelpunkt rückt und so einen deutlichen Anreiz hin zu einer verstärkten E-Autoproduktion liefert. Zudem fallen für CATL bestimmte Subventionen im chinesischen Heimatmarkt weg. Pekings Motive dahinter sind vor allem, den Marktzugang für ausländische Unternehmen zu erleichtern. Auch aus dieser Perspektive erscheint eine Internationalisierung der Produktionsstandorte sinnvoll.

CATL ist an der Shenzhener Börse gelistet und im dortigen Technologie-Index ChiNext vertreten.

Link zur ursprünglichen Meldung (in Chinesisch)

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Vereinfachtes Chinesisch