Skyworth übernimmt TV-Sparte von Metz

Metz vertreibt seine TV-Geräte ausschließlich über den Fachhandel

Aufatmen beim fränkischen Traditionsunternehmen Metz: Skyworth Digital Holdings aus Shenzhen übernimmt die TV-Sparte des insolventen Elektronikherstellers. Skyworth plant, den Standort Zirndorf langfristig zu erhalten und 152 der 219 Mitarbeiter der Sparte zu übernehmen. Zum Kaufpreis äußersten sich die Beteiligten nicht. Als Berater begleitete die M&A Boutique Acxit Capital Partners die Transaktion. Die Zustimmung des Bundeskartellamts steht noch aus.

Die Metz-Werke hatten im November 2014 Insolvenz angemeldet, nachdem das Unternehmen erst 2013 sein 75-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Insolvenzverwalter Joachim Exner gelang es jedoch zusammen mit der Geschäftsleitung, seither den Geschäftsbetrieb von Metz voll aufrecht zu erhalten. Gegründet wurde die Firma 1938 von Paul Metz. Nach dessen Tod 1993 übernahm seine Frau Helene bis 2010 die Firmenleitung. Sie verantwortete neben der Fernsehherstellung auch die Sparten Blitzgeräte und Kunststofftechnik. Als Nischenanbieter stellt Metz qualitativ hochwertige Produkte her und vertreibt seine Fernseher über ein Netz von klassischen Fachhandelsgeschäften. Auch für die beiden anderen Sparten Blitzgeräte und Kunststoffe fanden Exner und Acxit einen Käufer. Hier kommt mit der Daum-Gruppe aus Fürth ein strategischer Investor aus der Region zum Zug.

Skyworth ist Marktführer bei der Fernsehproduktion in China und gehört darüber hinaus zu den zehn international führenden TV-Herstellern. Das 1988 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 37.000 Mitarbeiter, davon rund 30.000 im Bereich TV-Geräte. Der chinesische Konzern verfolgt seit Jahren einen konsequenten internationalen Wachstumskurs, bisher allerdings vorwiegend organisch. Die bestehenden Produktionsstätten von Metz und das Händlernetzwerk sollen als Ausgangspunkt zur Erschließung des europäischen Marktes für die eigenen Produkte der Marke Skyworth dienen.