Schweizer Zulieferer Kistler übernimmt LIK

Vertragsunterschrift: Rolf Sonderegger, CEO der Kistler-Gruppe, und James Wang, CEO von LIK, besiegeln die Übernahme. 签订合同:Kistler集团首席执行官Rolf Sonderegger和力柯首席执行官James Wang签署收购协议。

Die Kistler Gruppe erwirbt den chinesischen Sondermaschinenbauer LIK Mechanical and Electrical Technology. Damit erweitert der Schweizer Spezialist für Fahrzeugmesstechnik und -sensorik sein Portfolio um den Bereich automatisierte Montagelinien. Der Inbound-Deal ist die erste Übernahme des Unternehmens in China. Kistler plant damit seine Präsenz und Produktionskapazitäten im größten Automarkt der Welt zu erweitern. Besonders im Fokus steht dabei das Thema Elektromobilität.

Die erst 2010 in Shanghai gegründete LIK liefert für internationale Kunden automatisierte Montagelinien für Fahrzeugkomponenten wie Sitze, Brems- und Sicherheitssysteme sowie Prüfständen für Elektromotoren. Die bereits seit 1950 aktive Kistler Instrumente AG aus Winterthur möchte mit der Akquisition von LIK ihre Marktpräsenz in China stärken. Künftig sollen die Systeme für Qualitätsüberwachung und Prozessoptimierung auch in Shanghai gefertigt werden. Hierzu gehören elektro­mechanischen Fügesysteme, die Prüfstände für Elektromotoren sowie Systeme für Prozess Monitoring und Prüfautomation. „Mit China Manufacturing 2025 hat China ein klares Bekenntnis zu einer ressourceneffizienten, hochautomatisierten und qualitätsorientierten Industrie vorgelegt“, erklärt Rolf Sonderegger, CEO der Kistler Gruppe, anlässlich der Bekanntgabe der Übernahme. „Wir als Kistler Gruppe verfügen über die richtigen Technologien für diese Vision – es ist daher nur konsequent, diesen Schritt zu gehen.“ Zum Kaufpreis und finanziellen Einzelheiten der Transaktion äußerte sich Sonderegger nicht.

Die heutigen Standorte von LIK und Kistler China in Shanghai sollen beibehalten werden. Da LIK mit seinen über 100 Mitarbeitern schon sehr bald an Kapazitätsgrenzen stoßen wird, wurde die Planung eines weiteren Produktionsstandorts in China bereits in Angriff genommen. Eine Auslagerung von Arbeitsplätzen aus anderen Produktionsstandorten von Kistler ist nach Unternehmensangaben nicht geplant. Nach der Akquisition beschäftigt die Gruppe nun mehr als 2.000 Mitarbeiter.

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