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BDStar erwirbt über 50% der Anteile an in-tech

Der chinesische Spezialist für Positionierungen BDStar aus Peking übernimmt 50% der Anteile an der in-tech GmbH. Verkäufer ist die Beteiligungsgesellschaft Friedrich & Wagner Holding GmbH. Laut BDStar beträgt der Kaufpreis 60 Mio. Euro. Anschließend werde das Unternehmen weitere 20 Mio. Euro in in-tech investieren und damit seine Beteiligung auf 57,14% aufstocken. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

In-tech ist ein führender deutscher Lösungsanbieter für Digitalisierung und Entwicklung in den Branchen Automotive, Maschinenbau und Verkehrssysteme, dessen Schwerpunkt auf Elektronik und Software liegt. Das chinesische Unternehmen ist ebenfalls im Bereich Satellitennavigation und -positionierung tätig und entwickelt Navigationssysteme für Fahrzeuge. Die Zusammenarbeit mit in-tech soll laut Unternehmensangaben dazu beitragen, fortgeschrittene Technologien Deutschlands in Automobilelektronik zu lernen und die Internationalisierung des Unternehmens weiter voranzutreiben. Zu der Transaktion äußerte sich Bastian Friedrich, Gründer und Geschäftsführer von in-tech, dass in-tech zusammen mit BDStar in Europa und den USA weiter erfolgreich wachsen wolle und sich der weltweite Umsatz in den nächsten fünf Jahren auf rund 500 Mio. Euro verfünffachen soll. Die frischen Finanzmittel durch den BDStar-Einstieg sollen künftig in neue Produkte und technologisches Know-how fließen. Nach der Anteilserhöhung bleiben die in-tech-Gründer und Geschäftsführer Bastian Friedrich und Christian Wagner mit ihrem bewährten Management-Team weiter an Bord.

Der Hauptsitz der 2002 gegründeten in-tech GmbH befindet sich in Garching bei München. Mit Büros und Niederlassungen in Deutschland, Österreich, USA, China, Tschechien, UK und Rumänien beschäftigt das Unternehmen rund 1.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2016 lag das EBIT der in-tech bei 4,2 Mio. Euro. BDStar wurde 2000 gegründet und weist derzeit einen Börsenwert von 1,95 Mrd. Euro auf. 2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 210 Mio. Euro.

Future-City Hangzhou

Sci-Tec City Hangzhou: Die Delegation deutscher Experten und Unternehmer während der Konferenz in Hangzhou. 杭州未来科技城:德国专家和企业家代表团出席中德企业对洽峰会

Die M&A-Welle aus dem Reich der Mitte rollt weiter. Die Chancen für deutsche-chinesische Beteiligungen und Übernahmen stehen nach wie vor gut. Auch nach der Einführung der Devisenkontrollen durch die Regierung in Peking Ende letzten Jahres bleibt Deutschland langfristig im Blickfeld chinesische Unternehmenskäufer. Denn bei der Kooperation mit deutschen Anbietern stimmt das Matching zwischen Technologie, Kapital und Marktchancen. Das ist das Ergebnis eines Panels in Hangzhou, an dem Vertreter von King Wood & Mallesons, Simon-Kucher, Lihan Investment und der Plattform M&A-China/Deutschland am 19. Juni im Rahmen einer Wirtschaftskonferenz in Hangzhou teilnahmen.

Unter dem Motto „Deutsche Delegation – Investition und Zusammenarbeit in China 2017“ hat das deutsche Büro der China Investment Promotion Agency (CIPA) zusammen mit dem Deutsch-Asiatischen Wirtschaftskreis (DAW) eine einwöchige Reise deutscher Experten und Unternehmer in China organisiert. Auf ihrer ersten Station besuchten die rund 25 Teilnehmer der Delegationsreise die ostchinesische Metropole Hangzhou. Mit ihren neun Millionen Einwohnern zählt Hangzhou in Bezug auf seine Wirtschaftskraft zu Chinas Top-10-Städten. In der Future Sci-Tech City im Bezirk Yuhang konzentrieren sich zahlreiche junge Unternehmen in einer modernen Entwicklungszone. Viele folgen ihrem Vorbild, dem E-Commerce Riesen Alibaba, der ebenfalls in diesem Stadtteil seine Zentrale hat.

Die Future Sci-Tech City war auch Austragungsort der Kooperationskonferenz chinesischer und deutscher Unternehmen. Vor der Veranstaltung hatte die Teilnehmer aus Deutschland Gelegenheit den dortigen Inkubator zu besuchen. Fast 10.000 Entrepreneure und ihre Mitarbeiter basteln in hunderten von Start-ups an innovativen Produkten und Dienstleistungen. In den Konferenzräumen auf dem weitläufigen Gelände des Inkubators präsentierten die Delegationsmitglieder den mehr als 300 chinesischen Konferenzteilnehmern Chancen für deutsch-chinesische Kooperationen. So betonte Norbert Noisser, Leiter der Außenhandelsabteilung im Hessischen Wirtschaftsministerium, das Potenzial einer Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0. Anja Petschauer, Direktor Marketing und Promotion bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar, stellte die Möglichkeiten bei der Automobilzuliefererindustrie des Saarlandes vor. Dass chinesische Investoren das Potenzial in Deutschlands kleinstem Flächenland längst erkannt haben, erläuterte Petschauer anhand eines Fallbeispiels: Bereits 2011 übernahm der Mischkonzern CQLT, eines der Top-500 Unternehmen in China, den Zulieferer SaarGummi.

Nach der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen der Hangzhou Future Sci-Tech City, dem Zhejiang Intellectual Property Exchange Center und der Gesellschaft für Internationale Kommunikation e.V. in Berlin stellten am Nachmittag Berater und Dienstleister aus den Bereichen Maschinenbau und Automation sowie Biotechnologie und Medizintechnik Kooperationswünsche von deutschen Unternehmen vor. So präsentierte Rainer Hübl, Geschäftsführer bei bdp Management Consulting, mehrere Projekte aus der metallverarbeitenden Industrie und der Umwelttechnik. Anna Ereth von Rödl & Partner berichtete vom Kooperationsbedarf bei einem Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Pharmabereich und einem Biotechnologiespezialisten. In den anschließenden Einzelgesprächen tauschten sich chinesische Interessenten mit den Beratern aus Deutschland zu konkreten Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus.

Rostocker Biotech-Unternehmen Centogene wirbt 25 Mio. EUR ein

Das Rostocker Biotechnologie-Unternehmen Centogene wirbt 25 Mio. EUR von TVM Capital Life Science, DPE Deutsche Private Equity, Careventures und CIC Capital sowie der Rostocker Ostseesparkasse und der Nord/LB ein. 生物技术公司Centogene获得国际投资财团TVM Capital Life Science、DPE Deutsche Private Equity、Careventures和中国投资有限责任公司2500万欧元融资。Bildquelle: Adobe Stock; © Dan Race

Das 2005 gegründete Life Sciences-Unternehmen Centogene ist auf dem Gebiet der Diagnostik angeborener, seltener Krankheiten tätig. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Biotech-Unternehmen mit Sitz in Rostock und Niederlassungen in Berlin, Toronto, Neu-Delhi, Wien, Dubai und Jeddah in Rostock 240 Mitarbeiter und weltweit rund 300 Mitarbeiter. Entstanden ist das Unternehmen als Ausgründung der Rostocker Universitätsmedizin. Derzeit baut Centogene im Rostocker Stadthafen eine neue Unternehmenszentrale, die Ende 2017 bezogen werden soll. Am Firmensitz in Rostock lagern Tausende Patientenproben. Sie dienen als Basis für die Suche nach Biomarkern für Diagnostik oder Therapie-Monitoring.

Genetische Analytik seltener, vererbbarer Erkrankungen

Das Diagnostik-Unternehmen ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer und weltweit eines der führenden Unternehmen in der genetischen Analytik seltener, vererbbarer Erkrankungen. Die Rostocker sind international akkreditiert und zertifiziert (ISO, CAP, CLIA) und bieten global ein Produktportfolio mit über 2.800 Genen an, das betroffenen Patienten laut Aussage des Unternehmen den zeitnahen Beginn einer personalisierten Therapie ermöglicht. Die Analytik von Proben aus über 90 Ländern weltweit soll einen umfassenden Einblick in ethnische Unterschiede seltener Erbkrankheiten machen, der eine unabdingbare Voraussetzung für eine qualitativ umfassende medizinische Auswertung seien.

Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Mit dem frischen Kapital will das auf die frühe und einfache Diagnose von seltenen Erbkrankheiten spezialisierte Unternehmen seine Wachstums- und Expansionspläne vorantreiben. Das Kapital aus der Finanzierungsrunde soll in den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und in die Biomarker- und Diagnostik-Lösungen fließen. Neben den USA und China will Centogene seine Dienstleistungen vor allem  in Lateinamerika sowie im Mittleren und Nahen Osten anbieten.

Dr. Hubert Birner von TVM Capital Life Science, Eric Souetre von Careventures und Guido Prehn von DPE Deutsche Private Equity werden im Zuge der Finanzierung dem Aufsichtsrat des Rostocker Unternehmens beitreten.

Quelle: Redaktion VentureCapital Magazin

Simon-Kucher eröffnet Büro in Hongkong

Von Bonn nach Hongkong: Simon-Kutcher eröffnet ein Büro in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Bildquelle: Adobe Stock; © lakov Kalinin

Simon-Kucher & Partners ist jetzt auch in Hongkong mit einem Büro vertreten. Neben Peking, Singapur, Sydney und Tokio verfügt die Strategieberatung damit über eine weitere Niederlassung in der Wirtschaftsregion Asien-Pazifik. Hiervon verspricht sich das Unternehmen zusätzliche Wachstumsimpulse. Für den Raum Greater China sieht Simon-Kutcher weiteres Expansionspotenzial. So sind weitere Niederlassungen in der Region im Gespräch, u.a. in Shanghai.

Die Leitung und Verantwortung für den neuen Standort Hongkong übernimmt Dr. Silvio Strübi, seit Ende 2016 Partner bei Simon-Kucher. „Als weltweit drittgrößtestes Finanzcenter nach London und New York und mit knapp 160 lizenzierten Banken ist Hongkong einer der wichtigsten globalen Hubs im Banking-Bereich“, erklärt Strübi. „In der Anfangsphase konzentrieren wir uns deshalb zunächst auf die Beratung von Banken, insbesondere internationale Privatbanken – auch, weil wir in diesem Segment bereits für mehrere Unternehmen der Region tätig sind. Anschließend werden weitere Branchen, zum Beispiel Versicherung und Transport&Logistik, folgen“, so Strübl weiter. Der Banking-Experte war bislang im Züricher Büro des Beratungsunternehmens tätig.

Im Jahr 1985 in Bonn gegründet, ist Simon-Kucher heute ein globales Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern in 24 Ländern weltweit. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 241 Mio. EUR. Die Beratung fokussiert sich auf die Bereiche Strategie, Marketing, Pricing und Vertrieb.

Business Tag Tiexi in Magdeburg

Auftakt zu einer Partnerschaft: Das erste Kooperationsforum zwischen Shenyang und Sachsen-Anhalt fand großen Anklang.

Die Veranstaltung „Business Tag Tiexi & 1. Wirtschaftskooperationsforum zwischen Shenyang und Sachsen-Anhalt“ fand am 30. Mai im Fraunhofer-Institut Magdeburg statt. An der Veranstaltung nahm DONG Feng, Bezirksbürgermeister von Tiexi, zusammen mit einer Delegation der Stadt Shenyang teil. Teilnehmer des Forums waren zudem über 150 Vertreter von offiziellen deutschen Stellen, Unternehmen und Instituten.

Die wirtschaftliche Kooperation zwischen der Stadt Shenyang und dem Bundesland Sachsen-Anhalt stand im Fokus des Forums.  Prof. Dr. Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer-Institutes für Fabrikbetrieb und –automatisierung des Landes Sachsen-Anhalt, und Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, richteten jeweils ein Grußwort an Gäste und brachten ihre Freude  auf die künftige Zusammenarbeit im Wirtschaftsbereich zwischen Shenyang und Sachsen-Anhalt zum Ausdruck. Das Bundesland Sachsen-Anhalt plant im Oktober eine Delegationsreise nach China, um die bilaterale Zusammenarbeit dort weiter zu fördern. Der Wirtschaftsvorstand der Investitions- und Marketinggesellschaft mbH (IMG) stellte den Wirtschaftsstand Sachsen-Anhalt und seine Investitionsbedingungen dar und führte nachfolgend eine systematische Analyse der potenziellen Kooperationsbereiche durch. Entsprechend stellte Dong den Bezirk Tiexi und den Chinesisch-Deutsch Anlagen- und Maschinebau Industriepark vor. Dabei drückte er auch den Wunsch aus, dass die Kommunikation beider Seiten durch diese Veranstaltung verbessert werden könne. Das Ziel sei eine vielfältige Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit im Upgrade- und Umwandlungsprozess der Unternehmen aus Tiexi, bei dem eine Kombination mit deutschen fortgeschrittenen Technologien und Management einen wichtigen Platz einnimmt. Darüber hinaus plant der Bezirksbürgermeister noch weiteren „Business Tag Tiexi“ in anderen Städten Deutschlands und bereite jetzt schon die Veranstaltung in Düsseldorf nächstes Jahr vor.

Während des Forums schilderte ZHANG Tianqun, CEO Shenyang Machine Tool Group, die Entwicklungsstrategie des Unternehmens in Deutschland. Danach sprach Martin Haas, CEO Staufen, über die  Investitionschancen in Shenyang. Anschließend stellte Bank of China ihre Rolle bei den Deutsch-Chinesischen Investitionen vor. Baurek-Karlic, CEO von VENIONAIRE Capital, hielt eine Rede über M&A Chancen zwischen Deutschland und China. Als Letzter stellte Dr. Wagner, COO von Shenyang German Sino Service Centre, den Arbeitsbereich und das Arbeitsmodell des Zentrums dar.

Beim Forum tauschten sich der Bezirksbürgermeister Dong und gut 40 deutsche Vertreter aus Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen Anhalt, IMG, BWT AG, Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, Clavey Automobil Dienstleistungs GmbH & Co. KG, Vogel Business Media und VPC Group aus.

Nach dem Forum hatte Dong eine Zusammenkunft mit Herrn Nitsche als Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Magdeburg. Dong bedankte sich dabei sehr herzlich fürs Organisieren der Veranstaltung. Dazu äußerte Nitsche, dass er die Zusammenarbeit sowie die Kommunikation zwischen den Unternehmen aus Magdeburg und Shenyang weiter unterstützen werde. Zugleich erhoffte er sich, dass eine freundschaftliche Partnerschaft abgeschlossen werden könne. Dong lud ihn zum Besuch nach Shenyang ein.

Epigenomics wirbt für Übernahme durch Cathay

Diagnose beschleunigt: Epigenomics ist auf Mittel zur Krebserkennung spezialisiert. Epigenomics是癌症早期识别与诊断技术的专家。Bild: Epigenomics

Der Molekulardiagnostikspezialist Epigenomics empfiehlt seinen Aktionären die Annahme des öffentlichen Übernahmeangebots von Cathay Fortune International. Auf der Hauptversammlung am 30. Mai legte der Epigenomics-CEO Greg Hamilton die Vorteile der Transaktion dar: Das Biotech-Unternehmen kommt an frisches Geld für Forschung und Entwicklung, während die Anteilseigner einen satten Aufschlag kassieren können. Die Offerte über 7,52 Euro pro Aktie beinhaltet einem Aufschlag von fast 50% gegenüber dem gewichteten durchschnittlichen dreimonatigen Börsenkurs vor Bekanntgabe der Übernahmeabsicht Ende April. Damit bewertet die in Hongkong registrierte Beteiligungsgesellschaft das Berliner Unternehmen mit 171 Mio. EUR.

„Das Übernahmeangebot ist im besten Interesse von Epigenomics und seinen Aktionären“, erklärte Hamilton auf dem Aktionärstreffen in der Bundeshauptstadt. „Die Transaktion gibt uns Zugang zu notwendigen Finanzmitteln und den erforderlichen Ressourcen, um zukünftig unsere Produkte erfolgreich zu vermarkten und innovative Krebstests zu entwickeln“, so der Epigenomic-Chef zu den Vorteilen. Das Unternehmen ist im Bereich Molekulardiagnostik tätig und entwickelt Mittel für die Früherkennung und Diagnose von Krebserkrankungen. Das Hauptprodukt des Unternehmens ist Epi proColon, ein Bluttest zur Darmkrebsfrüherkennung. Daneben arbeitet der Berliner Biotechspezialist an der Zulassung zu einem Mittel für die Erkennung von Lungenkrebs.

Doch die Zulassungsverfahren für die Medikamente sind zeit- und kostspielig. „Unser Kapitalbedarf ist erheblich: alle vergleichbaren bedeutenden Krebsdiagnostik-Unternehmen mit mehr als 500 Mio. USD Marktwert haben mehr als 100 Mio. US-Dollar an Kapital aufgenommen“, konkretisierte Hamilton die Problematik. Epigenomics ist auf die Geldspritze durch Cathay Fortune angewiesen. „Die weitere Kapitalbeschaffung aus eigener Kraft würde für die Aktionäre sehr wahrscheinlich zu einer hohen Verwässerung führen“, so Hamilton weiter.

Die 1998 ins Leben gerufene Epigenomics beschäftigt rund 40 Mitarbeiter. 2016 verdoppelte das Biotechunternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 4,2 Mio. EUR. Cathay Fortune International wurde 1998 in Shanghai gegründet. Seit 2009 ist die Beteiligungsgesellschaft auch in Hongkong registriert. Cathay investiert vorwiegend in die Bereiche Telekommunikations- und Netzwerkausrüstung, Automatisierung, chemische Grundstoffe, Biomedizin, Luftfahrt und Bergbau. Bereits im November vergangenen Jahres stieg Cathay Fortune über eine Kapitalerhöhung mit Privatplatzierung bei Epigenomics ein und erwarb 2,15% der Anteile an den Berlinern. Die Frist für das öffentliche Übernahmeangebot wird voraussichtlich noch im Juni 2017 anlaufen.

Jifeng erhöht Beteiligung an Grammer

Zusammenarbeit ausgebaut: Jifeng hat seine Beteiligung am Sitzhersteller Grammer erhöht. 扩大合作:继峰增持格拉默股份。Bildquelle: Adobe Stock; © Avantgarde

Ningbo Jifeng hält mittlerweile 15,07% an dem Automobilzulieferer Grammer AG. Kurz vor der Hauptversammlung am 24. Mai wurde bekannt, dass das Unternehmen aus der südostchinesischen Provinz Zhejiang nach der Umwandlung einer Pflichtwandelanleihe seinen Anteil durch Zukäufe an der Börse weiter erhöht hat. Damit stärkt Jifeng seine strategische Partnerschaft mit dem Amberger Sitzhersteller und seine Position als zweitgrößter Aktionär. Hauptanteilseigner ist die bosnische Unternehmerfamilie Hastor. Sie hält über die Halog GmbH und Cascade International Investment knapp 19,2% an dem Mittelständler. Auf der Hauptversammlung scheiterten Nijaz Hastor und seine Söhne mit dem Versuch die Kontrolle über das Unternehmen zu übernehmen.

Die Mehrheit der Grammer Aktionäre, darunter die Vertreter von Jifeng, lehnten den Antrag der Familie Hastor auf einen Austausch des gesamten Grammer-Vorstands sowie einer Neubesetzung des Aufsichtsrats ab. Die Hauptversammlung verlief turbulent. Vertreter von Hastor gingen über die schon zuvor bereits geäußerte Kritik an der angeblich zu niedrigen Rentabilität des Unternehmens hinaus und warfen dem Vorstand Untreue und Verrat von Geschäftsgeheimnissen vor. Die Bosnier hatten 2015 mit einer Reihe von Übernahmen deutscher Autozulieferer für Aufregung gesorgt. Vergangenes Jahr eskalierte ein Streit mit dem Volkswagen und zog Produktionsausfälle beim größten deutschen Automobilkonzern nach sich. Laut Medienberichten werden daher die Versuche von Nijaz Hastor und seiner Familie, die Kontrolle über Grammer zu erlangen, in der deutschen Automobilbranche mit Argwohn betrachtet. Die Abfuhr für die Bosnier auf der Hauptversammlung stellt für Grammer einen wichtigen Etappensieg dar bei der Behauptung der Unabhängigkeit dar.

Seit Februar sind Grammer und Ningbo Jifeng strategische Partner. Für den Einstieg mithilfe einer Pflichtwandelanleihe über 9,2% der Unternehmensanteile legten die Chinesen 60 Mio. EUR auf den Tisch. Die weiteren Zukäufe am Aktienmarkt dürften Jifeng schätzungsweise 45 Mio. EUR gekostet haben. Beide Partner sind im Bereich Sitze und Fahrzeuginnenausstattung tätig und planen die Zusammenarbeit in Asien und insbesondere China auszubauen. Grammer erzielte im vergangenen Jahr mit 12.000 Mitarbeitern bei einem Umsatz von fast 1,7 Mrd EUR ein Vorsteuerergebnis (EBIT) von 73 Mio. EUR. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 635 Mio. EUR, die des Partners Jifeng bei umgerechnet etwa 1 Mrd. EUR.

Shanghai Pharmaceutical bietet nicht für Stada

Shanghai Pharmaceutical wird nicht mehr in das Bieterrennen um Stada eingreifen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise kommt kein gemeinsames Angebot mit den Private-Equity-Gesellschaften Advent und Permira zustande. Demnach habe man sich über die Höhe des Kaufpreises für den deutschen Generikahersteller nicht einigen können. Damit bleibt die bisherige Offerte der beiden Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven unangefochten. Diese bieten 66 EUR pro Anteilsschein. Die Aktionäre haben noch bis zum 8. Juni Zeit, das Angebot anzunehmen.

Ein Gegenangebot hätte spätestens bis zum 26. Mai bei der Finanzaufsicht BaFin zur Prüfung vorgelegt werden müssen, um es anschließend den Aktionären noch rechtzeitig unterbreiten zu können. Shanghai Pharmaceutical hatte vor einigen Tagen das Interesse an Stada bestätigt. Gleichzeitig dementierte das Unternehmen Meldungen, wonach es bereits ein Angebot in Höhe von 70 EUR pro Aktie vorgelegt habe. Shanghai Pharmaceutical produziert eine große Bandbreite westlicher Medikamente,  bietet aber auch traditioneller chinesischer Medizin an. Vergangenes Jahr erzielte das 1996 gegründete Staatsunternehmen einen Umsatz in Höhe von 120,8 Mrd. RMB (rund 15,8 Mrd. EUR).

Advent und Permira hatten sich schon im März als Konsortium an dem Bieterrennen um Stada beteiligt.  Die beiden Finanzinvestoren hatten schließlich gegenüber Bain und Cinven das Nachsehen. Deren  Angebot wird vom Stada-Vorstand unterstützt und den Aktionären zur Annahme empfohlen.

Daimler beteiligt sich an Lei Shing Hong

In China präsent: LSH verkauft Mercedes-Benz Pkw im ganzen Land. 利星行在中国负责销售奔驰汽车。Bild: Daimler AG

Daimler erwirbt einen Minderheitsanteil in Höhe von 15% an Lei Shing Hong (LSH). Das Hongkonger Unternehmen gehört zu den weltweit größten Händlern von Fahrzeugen der Marke Mercedes-Benz. Laut Pressemeldung der Daimler AG haben die zuständigen Kartellbehörden der Transaktion bereits zugestimmt. Nach Medienberichten wird der Stuttgarter Autobauer einen dreistelligen Millionenbetrag investieren und zudem zwei Mitglieder in das Leitungsgremium des Handelshauses entsenden.

Daimler zielt mit der Transaktion auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit LSH beim Vertrieb von Fahrzeugen in Asien und China. „Wir stärken unser Mercedes-Benz Händlernetz und begegnen den Herausforderungen der kommenden Jahre zusammen mit Lei Shing Hong“, kommentiert Bodo Uebber, Finanzvorstand von Daimler, den Deal in der Mitteilung des Autokonzerns. „ Darüber hinaus unterstützen wir mit unserem Engagement das nachhaltige Wachstum unserer Vertriebspartner“, so Uebber weiter.

Die Lei Shing Hong Group ist eine der global größten Händlergruppen für Mercedes-Benz Pkw. Das Hongkonger Unternehmen arbeitet seit vielen Jahrzehnten mit den Stuttgartern zusammen und betreibt derzeit rund 200 Vertriebs- und Service-Zentren vorwiegend in Asien und Australien. Seit 2015 baut LSH auch seine Präsenz in Europa aus. Neben Niederlassungen in Großbritannien haben die Hongkonger vor zwei Jahren insgesamt 18 Autohäuser in Ostdeutschland direkt von Daimler übernommen. Das Handelshaus betreibt neben dem Automobilgeschäft auch den Vertrieb von Baumaschinen des US-Herstellers Caterpillar. Daneben ist LSH im Im- und Export von Holzprodukten, Uhrenteilen und Düngemitteln tätig.

Schlechte Web-Performance als Risiko für Europas Unternehmen in China

Mit 731 Millionen Internetnutzern (Dezember 2016) ist die Zahl der Online-Anwender in China mehr als doppelt so hoch wie die der gesamten Einwohner der USA und fast genauso groß wie die Bevölkerungszahl in ganz Europa. Das staatliche China Internet Network Information Center (CNNIC) nennt eCommerce als einen der Haupt-Treiber für die schnell wachsende Zahl der Nutzer. Aber auch als Handelspartner für Industriegüter steht China hoch im Kurs. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sowohl für Unternehmen und Organisationen im B2C- als auch im B2B-Markt eine Online-Präsenz unerlässlich für eine erfolgreiche Expansion in den chinesischen Markt ist. Allerdings sehen viele Unternehmen nicht die erwarteten Resultate. Woran liegt das?

Eine aktuelle Studie von CDNetworks untersucht die Website-Performance europäischer Marken in China. Das Ergebnis zeigt, dass die Mehrzahl der europäischen Unternehmen und Organisationen das enorme Geschäftspotenzial im chinesischen Markt nicht nutzen kann, da die Onlineauftritte schlicht und ergreifend zu langsam sind.

Schnelles Ende des Geduldfadens

Das Fazit der Untersuchung ist ernüchternd: 85% der Websites enttäuschen chinesische Nutzer durch viel zu lange Ladezeiten. Die durchschnittliche Ladezeit von chinesischen Websites europäischer Marken ist mit 33,1 Sekunden siebenmal länger als die von den Internetnutzern erwartete Zeit von rund fünf Sekunden. Spätestens nach 24 Sekunden verlassen die meisten chinesischen Nutzer eine Website, die nicht lädt. Fast ein Drittel der Befragten wechselt bei zu langen Ladezeiten sofort zu einer Alternative. Aber auch diejenigen, die die gleiche Website noch einmal aufrufen, geben nach wenigen Versuchen auf, wenn sich die Website-Leistung nicht verbessert hat.

Chinesische Websites Europäischer Anbieter aus:

Durchschnittliche Ladezeit der Websites in China

(in Sekunden)

Prozent der Websites, die langsamer laden als von den Nutzern durchschnittl. erwartet Prozent der Websites, die langsamer laden als die Nutzer durchschnittl. bereit sind zu warten
Alle 33,10 88% 46%
Deutschland 17,23 78% 26%
Italien 34,32 90% 57%
UK 32,12 96% 64%
Frankreich 34,30 96% 59%
Schweden 33,17 97% 66%
Dänemark 33,10 96% 58%

 

Negative Konsequenzen

Für europäische Firmen bedeutet dies eine verpasste Chance, denn obwohl europäische Marken grundsätzlich eine große Anziehungskraft auf chinesische Nutzer ausüben, kann sich die mangelhafte Aufrufbarkeit der Websites negativ auf den Ruf der Unternehmen auswirken – und damit auch auf deren Umsatz. Die meisten Anwender (85%) assoziieren schlechte Websiteleistungen sogar mit weiteren negativen Attributen hinsichtlich des Unternehmens.  57% der Nutzer vermuten eine minderwertige Web-Sicherheit. 19% halten solche Seiten für nicht vertrauenswürdig oder nicht zuverlässig (15%). Je 17% der Anwender bezweifeln zudem, dass das Unternehmen lange bestehen wird oder an chinesischen Nutzern interessiert ist.

Was tun?

Die Ladezeiten, auch Latenz genannt, beruhen u.a. auf der großen Entfernung, die Daten vom Ursprung bis zum Benutzer zurücklegen müssen. Die Übertragung von Inhalten aus Europa nach China benötigt daher ohnehin eine gewisse Zeit. Die automatischen Prüfungen durch die sogenannte „Great Firewall“ verzögern den Prozess zusätzlich. Viele Unternehmen versuchen das Problem zu lösen, indem sie ein Rechenzentrum in Hong Kong für das Hosting ihrer Website nutzen. Das Problem hierbei ist jedoch, dass die Metropole als Sonderveraltungszone außerhalb der „Great Firewall“, also des staatlichen Systems zur Internetzensur, liegt. Natürlich können Firmen den Hosting-Standort auch direkt nach China verlegen, allerdings müssten sie dann idealerweise Hosting-Standorte in allen Metropolen bzw. in der Nähe aller ihrer Zielkunden haben – das ist sehr aufwändig und kostspielig. Hier ist ein Hosting-, Cloud Service- oder Content Delivery Network-Anbieter, der bereits über die notwendige Infrastruktur verfügt und eine gute Performance in China gewährleisten kann, eine gute Alternative.Wichtig bei der Auswahl ist, darauf zu achten, dass der Anbieter über eine physische Präsenz in China verfügt, einschließlich Personal und Netzwerkknoten sowie Beziehungen mit allen wichtigen Netzwerken Chinas. Er sollte zudem fundierte Kenntnisse des chinesischen Marktes besitzen und die notwendige Unterstützung bieten, um die chinesischen Richtlinien zu erfüllen und die benötigten Lizenzen von der richtigen Behörde zu erhalten. Darüber hinaus sollte er in der Lage sein, die Beschleunigung von dynamischen und statischen Inhalten zu unterstützen und Lösungen zum Schutz vor Sicherheitsbrüchen sowie DDoS-Angriffen anbieten.

Ausblick

Als nächste Herausforderung trifft alle Unternehmen und Organisationen, die Web-Inhalte mit personenbezogenen Informationen in China ausliefern, eine Gesetzesänderung, die am 1. Juli 2017 in Kraft tritt. Dies betrifft beispielsweise Bestell- oder Rechnungsdaten, den Datenaustausch über Web-Applikation und vieles mehr. Diese Daten dürfen China nicht mehr verlassen und müssen vor Ort weiterverarbeitet werden. Das bedeutet für Unternehmen ohne eigene entsprechend ausgestattete Infrastruktur in China, dass sie nun gezwungen sind, sich einen Partner mit Servern bzw. Knotenpunkten in China zu suchen, der zudem alle notwendigen neuen Lizenzen besitzt. Auf der anderen Seite müssen ganze Systeme zur Datenverarbeitung nach China gespiegelt werden – und dies, ohne die Datensicherheit zu gefährden.

Eckdaten zur Befragung

Untersucht wurden die Ladezeiten von 1.780 Websites in China von Unternehmen aus folgenden Ländern: Deutschland (746), Italien (126), Großbritannien (195), Frankreich (325), Schweden (77) und Dänemark (311). 484 chinesische Internetnutzer wurden über ihre Ansichten und Einstellungen gegenüber chinesischen und europäischen Websites befragt.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

 

Zur Person

CDNetwork_Alex Nam_b300Alex Nam ist Managing Director EMEA bei CDNetworks. Er begann seine Karriere als Analyst bei Accenture. Danach war es als Führungskraft mit einem Fokus auf dem Ausbau des internationalen Geschäfts für verschiedene Unternehmen tätig. Der ausgebildete Betriebswirt schloss sein Studium an der Korea University mit einem BA in Business Administration ab. CDNetworks ist ein globales Content Delivery Network (CDN) mit vollständig integrierter Cloud-Security-Lösung. Das Unternehmen bietet Lösungen für Web-Performance und Sicherheit für Websites und Anwendungen über ein strategisch aufgebautes Netzwerk von weltweit verteilten Präsenzpunkten. CDNetworks hat Niederlassungen in China, Deutschland, Japan, Singapur, Südkorea, den USA und UK.

Shanghai Pharmaceutical an Stada interessiert

Shanghai Pharmaceutical  ist an Stada interessiert und überlegt noch in das Bieterrennen um den deutschen Generikahersteller einzusteigen. In der Erklärung dementiert das chinesische Unternehmen gleichzeitig, bereits ein konkretes Angebot in Höhe von 70 EUR pro Aktie abgegeben zu haben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte dies zuvor unter Berufung auf informierte Kreise berichtet. Demnach hätte Shanghai Pharmaceutical zusammen mit dem Private Equity Investor Advent International bereits ein konkretes Angebot für Stada vorgelegt.

Advent hatte schon von einigen Monaten, damals allerdings zusammen mit der Beteiligungsgesellschaft Permira,  für den deutschen Pharmaspezialisten geboten. Jedoch hatte man gegenüberdem Private-Equity-Konsortium bestehend aus Bain Capital und Cinven das Nachsehen. Dessen Angebot über insgesamt 66 EUR pro Anteilsschein wurde vom Stada-Vorstand aktzeptiert. Die einschließlich Schulden 5,3 Mrd. EUR schwere Offerte von Bain und Cinven läuft noch bis zum 8. Juni. Die beiden Investoren hatten auch Zusagen für Mitarbeiter, Standorte und die Unternehmensstrategie abgegeben. Im März war zudem auch Fosun Pharmaceutical Interesse an Stada nachgesagt worden. Die Pharmatochter des Konglomerats aus Shanghai dementierte allerdings umgehend dahingehende Meldungen.

Stada weist derzeit einen Börsenwert von 4,1 Mrd. EUR auf. 2016 erwirtschaftete der Generikaproduzent mit seinen mehr als 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,2 Mrd. EUR. Das Unternehmen aus Bad Vilbel befindet sich zu zwei Dritteln in Streubesitz. Größte Einzelinvestoren sind der US-Finanzdienstleister BNY Mellon sowie der aktivistische Investor AOC mit einem Anteil von jeweils knapp über 5%. Das 1996 gegründete Staatsunternehmen Shanghai Pharmaceutical produziert eine große Bandbreite westlicher Medikamente,  aber auch traditioneller chinesischer Medizin an. 2016 erzielte der Konzern Verkaufserlöse in Höhe von 120,8 Mrd. RMB (rund 15,8 Mrd. EUR).

HNA schnappt sich C-Quadrat

Investition in Österreich: HNA kauft den Wiener Vermögensverwalter C-Quadrat. 投资奥地利:海航收购维也纳资产管理公司C-Quadrat。Bildquelle: Fotolia; © Argus

Nachdem die HNA-Group ein Vehikel des Vermögensverwalters C-Quadrat für ihre Beteiligung an der Deutschen Bank genutzt hat, kauft der Konzern aus Hainan nun die Wiener Gesellschaft  selbst auf. HNA wird laut Meldung von C-Quadrat über die Londoner Gesellschaft Cubic die Anteile der Hauptaktionäre erwerben und danach indirekt mehr als 98% der Aktien halten. Das chinesische Unternehmen überlegt demnach auch, anschließend einen Squeeze-Out für die restlichen 1,54% der Anteile in Streubesitz durchzuführen. C-Quadrat weist derzeit einen Börsenwert von rund 260 Mio. EUR auf.

Der Konzern aus Hainan hat mit den Großaktionären von C-Quadrat Verträge geschlossen, wonach diese Ihre Anteile an Cubic verkaufen und gleichzeitig Anteile an Cubic erwerben. Am Ende wird HNA knapp drei Viertel und die C-Quadrat-Aktionäre 25,2% an der Londoner Gesellschaft halten. Zum Zeitpunkt der Ad-hoc-Meldung von C-Quadrat verfügte Cubic bereits über fast 42% am Wiener Vermögensverwalter.

Zu den Hintergründen und Preisen für die Aktienpakete äußerten sich die beteiligten Parteien nicht. Anzunehmen ist jedoch, dass HNA plant mit Hilfe von C-Quadrat aktuelle Beteiligungen in Europa zu managen sowie künftige Transaktionen durchzuführen. So soll laut Medienberichten Alexander Schütz, Gründer und Vorstand des österreichischen Asset Managers, in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank einziehen. Die chinesische Gruppe hält mittlerweile fast 10% an dem führenden Geldinstitut in  Deutschland. Vor Kurzem ist nach Medienberichten HNA auch in das Bieterrennen für die angeschlagene HSH Nordbank eingestiegen. Laut jüngsten Meldungen soll der Konzern aber sein Angebot wieder zurückgezogen haben.

C-Quadrat ist ein europaweit tätiger Asset Manager mit dem Schwerpunkt auf Absolut- und Total-Return-Fonds. Zu den Kunden zählen sowohl Privatanleger als auch institutionelle Kunden. Gegründet wurde das Unternehmen 1991 in Wien, es notiert seit 2006 an der Frankfurter und seit 2008 an der Wiener Wertpapierbörse. Die HNA Group ist u.a. in den Bereichen Luftfahrt, Infrastruktur, Immobilien, Finanzdienstleistungen, Tourismus und Logistik tätig. 2016 erzielte der Konzern mit seinen 410.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 30 Mrd. EUR.