Wirtschaftswachstum in China stockt

Wirtschaftswachstum
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Nach einer beeindruckenden Erholung infolge der Pandemie im vergangenen Jahr stockt das Wirtschaftswachstum derzeit in China. 

So ist die chinesische Wirtschaft nach Angaben des Pekinger Statistikamt im dritten Quartal um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Damit ist das Wirtschaftswachstum kleiner als in den Quartalen zuvor. So wurde im ersten Quartal dieses Jahres ein Rekordzuwachs von 18,3 Prozent verzeichnet, im zweiten waren es noch 7,9 Prozent. Insgesamt berechnet sich das chinesische Wirtschaftswachstum in den Monaten von Januar bis September 2021 auf rund 9,8 Prozent.

Derzeit belasten mehrere Faktoren das Wachstum in der Volksrepublik. So spielt die Energieknappheit eine erhebliche Rolle unter anderem in den Fertigungsstätten vieler großer Unternehmen. Zeitweise musste sogar in einigen Provinzen der Stromfluss abgeschaltet werden. Die dortige Industrie hat einen sehr extensiven Stromaufwand, insbesondere die Herstellung von Aluminium ist sehr energieaufwendig.

„Das eigentlich robuste Wirtschaftswachstum Chinas wird durch den aktuellen Energiemangel, Probleme in den globalen Lieferketten und Rohstoffengpässen herausgefordert. erläutert ens Hildebrandt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsche Handelskammer in China (AHK). Demnach ist es so schwierig für Unternehmen in Deutschland, konkrete Vorhersagen über die weitere Entwicklung auf dem chinesischen Märkten zu treffen.

Zudem erschüttert die Schuldenkrise des größten chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande die Aktienmärkte weltweit. In einer aktuellen Analyse der Evergrande-Schieflage kommt Kreditversicherer Atradius aber zu dem Schluss, dass eine Weltwirtschaftskrise ausbleiben wird.

Neben den Zahlen bezüglich des Wirtschaftswachstum wurden auch die Konjunkturdaten anderer Bereiche veröffentlicht. So stieg die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent. Im Vormonat August betrug das Wachstum noch 5,3 Prozent. Zudem wurde bei den Einzelhandelsumsätzen ein Anstieg von 4,4 Prozent im Vorjahresvergleich gemessen, im August waren es 2,5 Prozent.

Redaktion IPCD

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