Geely steigt bei Daimler für über 7 Mrd. EUR ein

Die Geely Group hat 9,69% an der Daimler AG erworben. Dies gaben Daimler und Geely am 24. Februar nach Börsenschluss bekannt. Die Beteiligung hat einen Börsenwert von 7,26 Mrd. EUR auf Basis des Vortagsschlusskurses. In einer Unternehmensmeldung begrüßen die Stuttgarter ausdrücklich den Einstieg von Geely-Gründer und CEO LI Shufu als neuen langfristig orientierten Investor. Geely ist nunmehr vor dem Staatsfond Kuwait, der 6,8% hält, größter Aktionär von Daimler. Mit der Milliardeninvestition stellt Geely gleich zwei Rekorde für grenzüberschreitende Investitionen chinesischer Unternehmen auf: das wertvollste Investment in Deutschland und der weltweit größte Anteilserwerb an einem Automobilhersteller.

Weniger Bürokratie bei erwünschten Übernahmen

Nachdem es viele Jahre nur nach oben ging, chinesische Unternehmen 2015 zum ersten Mal mehr im Ausland investiert hatten als Ausländer in China und...

HNA reduziert Anteil an Deutscher Bank

Die HNA Group hat ihre Beteiligung an der Deutschen Bank bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage reduziert. Nachdem man laut einer Stimmrechtsmitteilung vom 9. Februar der Anteil zunächst von 9,9% auf 9,2% verringert hatte, wurde am 16. Februar eine weitere Reduzierung auf 8,8% bekannt. Der Mischkonzern aus Hainan hält die Beteiligung nur noch zum Teil direkt über Aktien, den Rest hingegen über Finanzderivate. Der Börsenwert der veräußerten Unternehmenspapiere liegt bei rund 300 Mio. EUR. Eine weitere Reduzierung der Beteiligung ist aber nach Verlautbarung der österreichischen HNA-Tochter C-Quadrat, über die HNA die Anteile hält, nicht geplant.

Kion beteiligt sich an EP Equipment

Die Kion Group erwirbt einen Minderheitsanteil an EP Equipment aus Anji in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Mit der Transaktion soll laut einer Meldung des Wiesbadener Gabelstaplerherstellers an dem Anbieter für Lagertechnikgeräte im Niedrigpreissegment eine exklusive strategische Partnerschaft begründet werden. Kion, dessen Hauptaktionär der chinesische Dieselmotorenhersteller Weichai ist, möchte zusammen mit dem neuen Partner neue Produkte entwickeln und Synergien im Bereich der Lieferketten heben. Über die konkrete Höhe des Anteils und des Preises wurde nichts verlautbart. Das Closing der Transaktion soll im Lauf des Jahres vollzogen werden.

Grünes Licht für Biotest-Übernahme durch Creat

Die Pekinger Beteiligungsgesellschaft Creat hat von den US-Behörden grünes Licht für die Akquisition der Biotest AG erhalten. Das meldet der Dreieicher Biotherapeutikaspezialist in einer Ad-hoc-Mitteiliung. Demnach hat das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) die außenwirtschaftliche Freigabe für die Übernahme erteilt. Voraussetzung hierfür war der Verkauf der Tochtergesellschaften von Biotest in den USA, den die Deutschen bereits unter Dach und Fach gebracht haben. Die Amerikaner hatten gegen das öffentliche Übernahmeangebot aus China zunächst nationale Sicherheitsbedenken vorgebracht. Nach acht Monaten kann nun die Transaktion abgeschlossen werden.

C&A vor dem Verkauf nach China?

Die Eigentümerfamilie der Bekleidungskette C&A steht offenbar mit Interessenten aus China in Verhandlungen über den Verkauf des Traditionsunternehmens. Wie Spiegel Online unter Berufung auf Insiderkreise berichtet, soll die Transaktion bereits kurz vor dem Abschluss stehen. Die in der Schweiz ansässige Cofra Holding, über welche die Eigentümerfamilie Brenninkmeijer die Modekette kontrolliert, wollte die Berichte in einem Statement weder bestätigen noch dementieren.

CNBM steigt bei Singulus Technologies ein

China National Building Materials Group (CNBM) erwirbt rund 16,8% der Aktien von Singulus Technologies. Das gab der chinesische Staatskonzern am ersten Börsenhandelstag des Jahres bekannt. Demnach wurden mit außenstehenden Aktionären Kaufverträge über rund 1,5 Mio. Aktien unterzeichnet. Die Transaktion unterliegt noch der Genehmigung durch die Behörden in China. Auf Basis des Schlusskurses des letzten Handelstages vor der Bekanntgabe der Beteiligung würde demnach der chinesische Staatskonzern über 22 Mio. EUR für den Spezialmaschinenbauer aus Kahl am Main auf den Tisch legen.

ChemChina bringt KraussMaffei an die Shanghaier Börse

Die China National Chemical Corporation (ChemChina) bringt ihre Tochter KraussMaffei an die Börse Shanghai. Dazu soll der Münchner Maschinenbauer in das Qingdao Tianhua Institute of Chemistry Engineering eingebracht werden. Qingdao Tianhua gehört ebenfalls zur ChemChina-Gruppe und ist bereits in Shanghai börsennotiert. KraussMaffei wolle mit dem Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt sein Wachstum beschleunigen, begründete der Hersteller von Maschinen für die Verarbeitung von Kunststoff und Gummi den Schritt in einer Meldung. Die Bewertungen an den Börsen in China sind deutlich höher als in Deutschland. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen zuständiger Gremien sowie Behörden.

Bitzer verkauft finnische Tochter an chinesischen Partner

Die Bitzer Gruppe verkauft ihre finnische Tochter Lumikko an den Klimaanlagenhersteller Songz, einen langjährigen Partner des Sindelfinger Kühlmaschinenanbieters. Der Vertrag hierzu wurde am 1. Dezember unterzeichnet. Lumikko gehörte seit 2012 zu Bitzer und ist auf die Entwicklung und Herstellung von Kälteanlagen für Trucks und Trailer spezialisiert. Zum Kaufpreis und weiteren Einzelheiten äußerten sich die beteiligten Parteien nicht. Die Transaktion unterliegt noch dem Vorbehalt der Genehmigung durch die chinesischen Behörden.

Joyson-Tochter übernimmt ePower

Die Joyson-Tochter Preh übernimmt ePower, eine Business Unit der norwegischen Kongsberg Automotive. Mit dem Erwerb des Anbieters von Komponenten für alternative Antriebe plant Preh, seine E-Mobility-Aktivitäten auszubauen. Das Management der Skandinavier soll weiterhin an Bord bleiben. Ebenso werden die beiden Entwicklungsstandorte in Schweden weitergeführt. Die Transaktion soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Zum Kaufpreis vereinbarten die beteiligten Parteien Stillschweigen.

Wie man einen ungebetenen Investor abwehrt

Wie kann die Führung eines Unternehmens mit einem ungewollten Übernahmeversuch umgehen? Diese Frage stellte Prof. Dr. Kai Lucks, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands M&A, den Teilnehmern einer Panel-Diskussion auf dem 15. Deutschen Corporate M&A-Kongress. Rund 250 CEOs, CFOs und weitere M&A-Verantwortliche aus Konzernen und großen mittelständischen Unternehmen versammelten sich im Bayerischen Haus der Wirtschaft in München, um sich zwei Tage lang über aktuelle Markttendenzen auszutauschen. In mehreren Panels und zahlreichen Präsentationen hatten die Corporate M&A-Experten ausführlich Gelegenheit, sich auf den aktuellen Stand im Beteiligungsgeschäft zu bringen und neue Kontakte zu knüpfen.

ChaoZhou Three Circle kauft Vermes

Die ChaoZhou Three-Circle Group (CCTC) übernimmt die Vermes Microdispensing GmbH. Die börsennotierte CCTC ist Hersteller von Hightech-Keramikteilen und zählt zu den Top 10 in der chinesischen Elektronikbranche. Vermes aus Otterfing bei München ist spezialisiert auf Mikrodosiersysteme für industrielle Anwendungen und gilt in diesem Bereich als Weltmarktführer. Zur Höhe des Preises und weiteren Konditionen machten die Unternehmen keine Angaben.