Bucher übernimmt Sanjin vollständig

Bucher Emhart Glass kauft die restlichen Aktien an Sanjin Glass Machinery auf. Der Geschäftsbereich des Schweizer Konzerns Bucher Industries AG hatte 2011 63% an dem chinesischen Anbieter von Glasformungsmaschinen übernommen. Anschließend führten die Schweizer das Unternehmen als Joint Venture weiter und bauten seine Marktposition in China aus. Bucher verspricht sich von der vollständigen Akquisition einen direkteren und schnelleren Durchgriff bei der Leitung der chinesischen Tochter. Die Übernahme soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. Zur Höhe des Kaufpreises und weiteren Einzelheiten wurde nichts bekannt.

„Es gibt viel zu lernen von den Deutschen“

Ein veritabler Wirtschaftskrimi ist die Übernahme des Recycling-Spezialisten Scholz durch Chiho Tiande über einen Deb-Equity-Swap. Die Ingredienzien: hohe Schuldenlast, eine nicht bediente Anleihe, juristische Winkelzüge – und am Ende ein Investor aus China, der den Befreiungsschlag führt. In der Ausgabe 4-2016 analysieren wir die Transaktion detailliert in einer Fallstudie. Lesen Sie hier das ausführliche Interview dazu mit Kian Guan GOH, CIO der Chiho-Tiande Group. Interview: Falko Bozicevic

Geely steigt bei Daimler für über 7 Mrd. EUR ein

Die Geely Group hat 9,69% an der Daimler AG erworben. Dies gaben Daimler und Geely am 24. Februar nach Börsenschluss bekannt. Die Beteiligung hat einen Börsenwert von 7,26 Mrd. EUR auf Basis des Vortagsschlusskurses. In einer Unternehmensmeldung begrüßen die Stuttgarter ausdrücklich den Einstieg von Geely-Gründer und CEO LI Shufu als neuen langfristig orientierten Investor. Geely ist nunmehr vor dem Staatsfond Kuwait, der 6,8% hält, größter Aktionär von Daimler. Mit der Milliardeninvestition stellt Geely gleich zwei Rekorde für grenzüberschreitende Investitionen chinesischer Unternehmen auf: das wertvollste Investment in Deutschland und der weltweit größte Anteilserwerb an einem Automobilhersteller.

Jifeng erreicht Sperrminorität an Grammer

Im Abwehrkampf gegen die Investorengruppe der Familie Hastor kann die Grammer AG einen Punktsieg für sich verbuchen. Der chinesische Partner Ningbo Jifeng hat seinen Anteil am bayerischen Automobilzulieferer Grammer nochmals von 20,01% auf 25,51% erhöht. Hierfür dürften die Chinesen schätzungsweise weitere 35 Mio. EUR investiert haben. Damit hält Jifeng jetzt eine Sperrminorität und kann künftige Kontrollversuche von Hastor blockieren. Der Konflikt mit der bosnischen Investorenfamilie zeigt bereits negative Auswirkungen auf den Auftragsbestand und das zu erwartende Ergebnis von Grammer.

Midea meldet Closing des Kuka-Deals

Midea meldet den Abschluss der Akquisition von Kuka. Nach Eintritt sämtlicher Vollzugsbedingungen wurde das Übernahmeangebot am 6. Januar abgewickelt. Der börsliche Handel mit den eingereichten Kuka-Aktien wurde bereits vier Tage zuvor eingestellt. Insgesamt verfügt der Haushaltskonzern aus Foshan nun über fast 95% der Aktien des Augsburger Unternehmens. Dafür musste der Käufer insgesamt mehr als 4,5 Mrd. EUR auf den Tisch legen.

„Das Ergebnis übertraf bei Weitem die Erwartungen“

Chinesische Start-ups im Bereich Elektromobilität sorgen derzeit auf dem ganzen Globus für Furore. Jüngst konnte die Future Mobility Corp – besser bekannt unter dem Markennamen Byton – in einer Series-B-Finanzierung 500 Mio. USD einsammeln. CVCapital war als weltweit exklusiver Financial Advisor dabei. Ein Gespräch mit John Ma, Managing Partner bei der chinesischen Investmentbank.

Alantra gewinnt China-Team von Lincoln

Alantra gewinnt drei Experten des China-Teams von Lincoln International für sein Shanghaier Büro: Richard Zhu wird neuer Managing Director von Atlantra China. Mit ihm wechseln Linda Wang als Director und John Hang als Vice President zu dem internationalen Investment Banking- und Asset Management-Unternehmen. Hinzu kommt ein interner Neuzugang: Iñigo Mateache, bisher Director im Madrider Büro von Alantra, wird in Shanghai die Position des Head of Cross-Border M&A China übernehmen. Alantra plant, mit den Neuzugängen von der Finanzmetropole am Huangpu aus sein China-M&A-Geschäft auszubauen.

Juwel ausgegraben – Huahai übernimmt OHE

Das Kennenlernen der Partner war eher ungewöhnlich: Berater der insolventen OHE Mining Technology trafen den Käufer Beijing Huahai Machinery Corporation auf einer Infoveranstaltung in China. Doch die Vorteile einer Übernahme durch Huahai waren beiden Seiten schon nach wenigen Gesprächen klar.

Jifeng erhöht Beteiligung an Grammer

Ningbo Jifeng hält mittlerweile 15,07% an dem Automobilzulieferer Grammer AG. Kurz vor der Hauptversammlung am 24. Mai wurde bekannt, dass das Unternehmen aus der südostchinesischen Provinz Zhejiang nach der Umwandlung einer Pflichtwandelanleihe seinen Anteil durch Zukäufe an der Börse weiter erhöht hat. Damit stärkt Jifeng seine strategische Partnerschaft mit dem Amberger Sitzhersteller und seine Position als zweitgrößter Aktionär. Hauptanteilseigner ist die bosnische Unternehmerfamilie Hastor. Sie hält über die Halog GmbH und Cascade International Investment knapp 19,2% an dem Mittelständler. Auf der Hauptversammlung scheiterten Nijaz Hastor und seine Söhne mit dem Versuch die Kontrolle über das Unternehmen zu übernehmen.

CSR schließt Übernahme von Boge ab

Der staatliche chinesische Eisenbahnhersteller CSR hat am 28. Oktober den Abschluss der Übernahme der Gummi- und Kunststoffsparte der ZF Friedrichshafen AG bekanntgegeben. Der Aufkauf erfolgt durch Zhuzhou Times New Material Technology, eine Tochtergesellschaft von CSR. Die Transaktion hat ein Volumen von 2,4 Mrd. CNY oder 315 Mio. EUR. Unter der Firmierung Boge Elastmetall GmbH wird die Sparte Teil der neuen globalen Marke Boge Rubber & Plastics.

Deutsche Luxusküchen für China: Alno gewinnt neuen Großaktionär

Alno, einer der größten Hersteller hochpreisiger Küchen auf der Welt, hat ab sofort einen chinesischen Großaktionär. Der Bodenbelaghersteller mit dem Namen Nature hat mitgeteilt, kürzlich rund 1,375 Mio. Aktien erworben zu haben. Damit wird das Unternehmen künftig insgesamt rund 9,09 Prozent am Grundkapital der Alno AG halten. Nature und Alno arbeiten bereits seit zwei Jahren in China zusammen.

ItN geht nach Insolvenz an SafBon

Die Shanghai SafBon Investment wird in zwei Schritten ItN Nanovation AG übernehmen. Zunächst wird das chinesische Cleantech-Unternehmen 9,7 Mio. Aktien von den bisherigen Großaktionären, den Familien Stoll und der Coreo AG bis 30. September 2016 für 0,10 Euro je Aktie übernehmen. Im Anschluss plant SafBon die Zeichnung einer Kapitalerhöhung von 1,5 Mio. Aktien aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre von ItN zu einem Preis von 2,00 Euro. Die Kapitalerhöhung soll bis spätestens 30. November 2016 über die Bühne gehen. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen wird SafBon nach beiden Transaktionen einen Anteil von 67,7% an ItN halten. Hierfür müssen die Shanghaier insgesamt 3,97 Mio. auf den Tisch legen.