China weiter größter Einzelmarkt für VW

China weiter größter Einzelmarkt für VW
Quelle: Adobe Stock © Björn Wylezich

Der Volkswagen Konzern (VW) meldet ein starkes erstes Quartal 2021. Besonders die Entwicklung im größten Einzelmarkt China treibt den VW-Absatz an.

VW hat seine Zahlen für das erste Quartal 2021 veröffentlicht und zeigt sich mit den Ergebnissen mehr als zufrieden. Wie bereits bei anderen Unternehmenszahlen für das Q1 2021 (bspw. Grammer AG, Fuchs Petrolub SE, KUKA) bleibt aber zu beachten, dass prozentuale Zugewinne vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und dem Wirtschaftseinbruch im Vergleichszeitraum gesehen werden müssen. Der Konzern weist daher für einige Kennzahlen auch das Q1 2019 als Vergleichsmaßstab aus.

Ungeachtet dieser Einschränkungen können sich die VW-Zahlen für 2021 in jedem Fall sehen lassen. So setzte der Konzern seine ab der zweiten Jahreshälfte 2020 gute Geschäftsentwicklung weiter fort. Mit 2,4 Mio. Fahrzeugen lagen die Auslieferungen 20 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums. Wichtiger Treiber dieser positiven Entwicklung war der größte VW-Einzelmarkt China. Hier stiegen die Absätze um 61,4 Prozent. Ein Wachstum, das sich auch in weltweiten Umsatzerlösen von 62,4 Milliarden EUR niederschlug. 2020 waren es pandemiebedingt im gleichen Zeitraum 55,1 Mrd. EUR gewesen, aber auch das Vorkrisenniveau von 2019 (60 Mrd. EUR) wurde übertroffen.)

VW setzt weiter auf E-Fahrzeuge

Laut VW hat sich der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge im ersten Quartal auf 133.300 fast verdoppelt. Angesichts der gemeldeten Gesamtzahlen wird dennoch deutlich, dass E-Fahrzeuge bei VW weiterhin ein Nischenprodukt sind. Der Wechsel hin zu einem klimaneutralen Mobilitätskonzern schreitet aber gut voran, wie Herbert Diess, CEO des Volkswagen Konzerns sagt: „Unsere erfolgreiche E-Offensive nimmt weiter Fahrt auf und wir haben sie mit attraktiven neuen Modellen deutlich ausgebaut.“

Interessant sind die unterschiedlichen Wachstumsraten bei batterieelektrischen Fahrzeugen (+78 Prozent) und denen mit Plug-in Hybrid (+178 Prozent). Dies könnte ein Hinweis auf die wachsende Nachfrage in den europäischen Märkten sein. Hier dominieren aufgrund unterschiedlicher Förderprogramme Hybrid-Fahrzeuge, während in China und den USA die überwiegende Mehrheit batteriebetrieben ist.

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