„M&A sind nur ein Mittel zum Zweck“

Taicang ist fest in deutscher Hand. In der für chinesische Verhältnisse mit 700.000 Einwohnern kleinen Stadt nahe Shanghai haben sich seit 1993 mehr als 280 Unternehmen aus Deutschland niedergelassen. Darunter mehr als 40 mittelständische Weltmarktführer, die zu den Hidden Champions zählen. Ein idealer Ort für einen deutsch-chinesischen Hidden Champions Gipfel. Zahlreiche Unternehmer aus beiden Ländern präsentierten dort am 9. und 10. November ihre Leistungen. Eine Reihe von Beratern stellten ihre Erfahrungen bei Übernahmen von deutschen Targets durch chinesische Investoren vor. Lehren, die sich auch auf andere aus Cross-border-M&A-Deals übertragen lassen.

Bao’an – Motor der Modernisierung in Shenzhen

Shenzhen steht für die Transformation Chinas wie keine andere Stadt. Vor weniger als vierzig Jahren bezeichnete der Name nur ein Fischerdorf nahe Hongkong, heute steht dort eine 20-Millionen-Einwohner-Stadt. Als Vorreiter der Öffnungspolitik von Deng Xiaoping stand Shenzhen immer an der Spitze der Modernisierung. Auf der zweiten Station der Hidden-Champions-Investmentreise nahmen die rund dreißig M&A-Experten und Unternehmer unter der Leitung von Professor Hermann Simon im Stadtteil Bao’an an einem internationalen Kooperationsforum teil. Der Bezirk ist Motor der neuesten Modernisierungswelle in Shenzhen: Ganz im Fokus stehen dort Hightech-Industrien, vor allem Automatisierung und Robotik.

„Nur Fokus führt zu Weltklasse“

Hidden Champions sind derzeit in China ein heißes Thema. Die Innovationskraft und Effizienz der mittelständischen Weltmarktführer aus Deutschland sind zum offiziellen Vorbild für die Transformation der herstellenden Industrie des Riesenreichs geworden. Als Leiter einer Delegation der China Investment Promotion Agency stellte Prof. Dr. Dr. Hermann Simon auf dem „Deutsch-chinesischen Investment- und M&A-Forum 2017“ im kantonesischen Foshan die Geheimnisse der Hidden Champions vor.

One Belt, One Road macht Halt in München

Mit der CEIBS hatte eine der renommiertesten Hochschulen in China zu ihrem dritten Europaforum eingeladen. Zahlreiche renommierte und prominente Experten versammelten sich am 13. September zu Vorträgen und Diskussionen in München. Im Fokus stand mit der One-Belt-one-Road-Initiative das ambitionierteste und umfangreichste Infrastrukturprojekt der Welt. Zudem berichteten Vertreter von Sany und Fosun auch über ihre individuellen Erfahrungen bei Übernahmen in Deutschland.

Weihai: Entwicklungszonen umgeben vom Meer

Umgeben vom Meer im äußersten Osten Chinas liegt Weihai. Die reizvolle zwischen Bergen und Meer gelegene Küstenstadt mit ihren 2,8 Mio. Einwohnern gehört zu den wohlhabendsten Regionen in China. Pro-Kopf-BIP von 17.000 USD erreicht mehr als das Doppelte des Landesdurchschnitts. Als Standort ist Weihai in Deutschland noch wenig bekannt. Zu Unrecht. Die Halbinsel in der Provinz Shandong ist mit ihren zahlreichen Entwicklungszonen ein Zentrum für Medizintechnik und Biotechnologie.

Zibo: Neue Industrien an geschichtsträchtigem Ort

„Hauptstadt der Pumpentechnologie“ – so wird Boshan genannt. Der Bezirk der ostchinesischen Stadt Zibo kann aber auch mit anderen modernen Industrien punkten. Neueste Materialen der Umwelttechnologie werden dort entwickelt, Pharmakonzerne investieren in den Ort, in dem auch traditionelles Handwerk weiterhin lebendig ist. Auf der zweiten Station der Delegationsreise der chinesischen staatlichen Investmentagentur CIPA und des DAW nutzen die deutschen Experten und Unternehmer auf der Konferenz für Industrie und Handel die Gelegenheit zum Austausch mit Anbietern aus Boshan. Tatsächlich hat der Ort bereits eine seit über 100 Jahren währende Beziehung zu Deutschland.

Alibaba: E-Commerce und Big Data

Alibaba bringt die verschiedenen Netzwelten zusammen: heute schon als klassisch geltende Plattformen für B2B- und B2C-E-Commerce, mit neuesten Fintech- und Mobile-Payment-Anwendungen sowie E-Logistik und Robotik. Bei ihrem Besuch in Hangzhou nutzten die Teilnehmer der von der chinesischen Investmentagentur CIPA und dem DAW organisierten Delegation die Gelegenheit zu einem Abstecher in das Hauptquartier des Internetriesen. Dort wird die Zukunft einer vernetzten Welt schon heute gedacht.

Future-City Hangzhou

Die M&A-Welle aus dem Reich der Mitte rollt weiter. Die Chancen für deutsche-chinesische Beteiligungen und Übernahmen stehen nach wie vor gut. Auch nach der Einführung der Devisenkontrollen durch die Regierung in Peking Ende letzten Jahres bleibt Deutschland langfristig im Blickfeld chinesische Unternehmenskäufer. Denn bei der Kooperation mit deutschen Anbietern stimmt das Matching zwischen Technologie, Kapital und Marktchancen. Das ist das Ergebnis eines Panels in Hangzhou, an dem Vertreter von King Wood & Mallesons, Simon-Kucher, Lihan Investment und der Plattform M&A-China/Deutschland am 19. Juni im Rahmen einer Wirtschaftskonferenz in Hangzhou teilnahmen.

Business Tag Tiexi in Magdeburg

Die Veranstaltung „Business Tag Tiexi & 1. Wirtschaftskooperationsforum zwischen Shenyang und Sachsen-Anhalt“ fand am 30. Mai im Fraunhofer-Institut Magdeburg statt. An der Veranstaltung nahm DONG Feng, Bezirksbürgermeister von Tiexi, zusammen mit einer Delegation der Stadt Shenyang teil. Teilnehmer des Forums waren zudem über 150 Vertreter von offiziellen deutschen Stellen, Unternehmen und Instituten.

Tianjins Unternehmen auf Partnersuche in Deutschland

China schaltet bei der Reform der Staatskonzerne einen Gang höher. Zahlreiche Großunternehmen, die direkt der Zentrale in Peking zugeordnet, stellten in den vergangenen Wochen ihre Pläne zu einer Teilprivatisierung vor. Inzwischen sind auch staatliche Betriebe, die sich im Eigentum von Provinzen und Städten wie Tianjin oder Shanghai befinden, gehalten private Investoren zu suchen. Auch eine stärkere Kooperation mit dem Ausland ist gewünscht. Um sich vor Ort mit dem wirtschaftlichen Umfeld vertraut zu machen, organisierte das State-owned Assets Supervision and Administration Comittee (SASAC) der Stadt Tianjin in Frankfurt einen Austausch zum Thema Investition und M&A in Deutschland.

Ziemlich beste Freunde

Mehrere hundert Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kunst fanden sich am 16. März in der Alten Kongresshalle in München ein. Dorthin hatte das Chinaforum Bayern wieder zu seinem bewährten Bayerisch-Chinesischen Frühlingsfest geladen. Bayerisches Schuhmacherhandwerk und Bierkrugstemmen, traditionelle Fächermalerei und moderne chinesische Kunst, Fußballartistik und A Capella Gesang – diese bunte Mischung bildete das Rahmen- und Unterhaltungsprogramm des Abends. Aber auch eine spannende Diskussion durfte nicht fehlen. Unter dem Motto „Neue Freunde? Chinesische Firmenübernahmen in Deutschland“ erhielt das Publikum Einblick in die praktischen Erfahrungen mit Investitionen aus dem Reich der Mitte.

Chinesische Handelskammer eröffnet Büro in München

Die Chinesische Handelskammer in Deutschland lud am 16. März zur feierlichen Eröffnung ihres neuen Vertretungsbüros nach München. Die Zeremonie fand im Bayerischen Wirtschaftsministerium statt. Rund 200 Vertreter von Unternehmen, Verbänden und staatlichen Institutionen nahmen an der Feier teil.