Kuka bleibt in Augsburg

© Wolfgang Rattay/Reuters

Keinerlei Pläne des chinesischen Mischkonzerns Midea, die Unternehmenszentrale des Roboter- und Anlagenbauers zu verlegen, sagt Kuka-Aufsichtsratschef Andy Gu

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Nachdem das Augsburger Unternehmen umsatztechnisch in die Schieflage geraten war und man sich im Zuge dessen von Konzernchef Till Reuter trennte, waren Befürchtungen laut geworden, dass die Chinesen darüber nachdächten, mehr Bereiche von Kuka nach China zu verlegen. Mit diesen Sorgen räumte Andy Gu, der die Interessen von Midea bei Kuka vertritt, nun im Interview mit der Augsburger Allgemeinen auf.

„Wenn wir die Kuka-Zentrale nach China verlagern würden, würden wir an Innovationskraft einbüßen. Augsburg bleibt das Innovationsherz von Kuka“, so Gu. Zudem säßen wichtige Kunden, gerade im Bereich der Automobilindustrie, in Deutschland. Da mache es wenig Sinn, den Unternehmenssitz zu verlagern.

Zeitgleich betonte Gu, dass es wichtig für Kuka sei, die Abhängigkeit von der Automobilindustrie zu reduzieren und sich neue Absatzmärkt zu erschließen. Besondere Chancen für Kuka sieht er im chinesischen Markt, dem weltweit größten für Automation und Robotertechnik. Gerade weil beim chinesischen Mutterkonzern die Überzeugung herrscht, dass Kuka hier nicht nur bestehen, sondern erfolgreich wachsen wird können, wird Midea insgesamt rund eine Milliarde Euro in Kuka investieren.

 

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