Matratzen Concord für rund 5 Mio. EUR an chinesischen Investor verkauft

Matratzendiscounter wird nach China verkauft

Bildquelle: matratzenconcord

Magical Honour kauft Matratzen Concord für rund 5 Mio. EUR und beteiligt sich mit weiteren 5 Mio. EUR an der niederländischen Muttergesellschaft Beter Bed

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Bereits seit Sommer dieses Jahres war der Inhaber der deutschen Matratzen Concord, die niederländische Beter Bed Holding, auf der Suche nach einem Käufer für das angeschlagene Unternehmen Matratzen Concord. Nun wurde man in Asien fündig.

Magical Honour, das Investitionsvehikel eines Private Equity Investors, übernimmt den Matratzendiscounter, welcher nach eigenen Angaben 830 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreibt. Grund für den Verkauf waren die anhaltend schlechten Geschäfte. Laut Bundesanzeiger sanken die Umsätze im vergangenen Jahr um 8% auf 224 Mio. EUR, rund 170 Filialen mussten bereits in den vergangene 3 Jahren geschlossen werden, wobei mehr als 300 Stellen abgebaut wurden. Die Verluste zogen auch die Gesamtbilanz von Beter Bed in die roten Zahlen.

Insofern ist die Veräußerung der Versuch, insgesamt wieder zukunftsfähig zu werden und finanziell auf robusteren Füßen zu stehen. Marc-Derek Schönberger, Geschäftsführer von Matratzen Concord, zeigt sich dabei optimistisch: „Magical Honour Limited hat starke Verbindungen zum chinesischen Matratzenherstellungs-Sektor. Daraus erwarten wir vielfältige Synergien, die für alle Seiten gewinnbringend sein können“, erklärt er.

Neben den 5 Mio. EUR für die Übernahme selbst verpflichtet sich Magical Honour weitere 15 Mio. EUR in Matratzen Concord zu investieren, um den Turnaround des Unternehmens sicherzustellen. Darüber hinaus beteiligt sich Magical Honour auch an der niederländischen Muttergesellschaft. Für knapp 5 Mio. EUR erwerben die Chinesen insgesamt 2,15 Mio. Anteile des Unternehmens mit Sitz in Uden (Provinz Brabant) und werden damit schlagartig Großaktionär: Knapp 8,9% halten sie nun an Beter Bed.

Begleitet wurde die Transaktion wurde von den Büros der Kanzlei King & Wood Mallesons (KWM) in Guangzhou und Frankfurt am Main.