HNA vor Verkauf des Deutsche-Bank-Anteils

Die HNA Group plant den vollständigen Verkauf Ihrer Beteiligung an der Deutschen Bank. Das geht aus Meldungen des Wall Street Journals und des Handelsblatts unter Berufung auf anonyme Quellen bei HNA hervor. Derzeit hält Mischkonzern aus Hainan hält einen Anteil von 7,64% an Deutschlands größtem Geldinstitut – davon nur 1,01% direkt in Aktien, den Rest über Finanzinstrumente. Damit werde HNA laut den Medienberichten seinen finanziellen Konsolidierungskurs und die Rückorientierung auf die Kernbereiche Tourismus und Luftfahrt fortsetzen.

Grammer-Übernahme erfolgreich abgeschlossen

Der chinesische Automobilzulieferer Ningbo Jifeng schließt sein öffentliches Übernahmeangebot für Grammer am Ende mit durchschlagendem Erfolg ab. Bis zum Auslaufen der Nachfrist am 23. August sammelte Jifeng weitere 58,66% der Aktien an dem Amberger Unternehmen für einen Preis von knapp 444 Mio. EUR ein. Da der ostchinesische Bieter zuvor bereits über einen Minderheitsanteil von 25,56% verfügte, befinden sich nun rund 84,23% der Papiere im Besitz von Jifeng. Damit kann kein anderer Anteilseigner mehr eine Sperrminorität von 25% erreichen. Insgesamt dürfte die Mehrheitsübernahme von Grammer bei Jifeng mit circa 614 Mio. EUR zu Buche schlagen.

Übernahme von smk durch Kaizhong vor dem Closing

Shenzhen Kaizhong Precision Technology steht beim Erwerb der smk systeme metall kunststoff gmbh & co. kg kurz vor dem Ziel. Auf chinesischer Seite ist die Transaktion bereits bei der Reform- und Entwicklungskommission NDRC und dem Handelsministerium MOFCOM registriert. Lediglich die Zustimmung der chinesischen Devisenverwaltung SAFE steht noch aus. Jetzt hat auch in Deutschland das Bundeswirtschaftsministerium die Transaktion genehmigt. Nach dem jüngsten Wirbel um die Interventionen der deutschen Regierung bei 50Hertz und Leifeld können chinesische Investoren damit wieder eine erfolgreiche Transaktion verbuchen.

Saubere Wasserstoffmobilität für Chinas Straßen

Weltweit wird intensiv an Alternativen für die umweltbelastenden Verbrennungsmotoren gearbeitet. Hydrogenious ist mit einer Technologie erfolgreich, mit der Wasserstoff einfacher gelagert und an Tankstellen ausgeliefert werden kann. Im Januar 2018 beteiligte sich Zhongshan Broad-Ocean Motor mit 10% an dem mittelfränkischen Start-up und vereinbarte gleichzeitig eine strategische Partnerschaft.

„Das Ergebnis übertraf bei Weitem die Erwartungen“

M&A China/Deutschland: Wie bewerten Sie den Erfolg der Finanzierungsrunde? John Ma: Ich mir sicher, dass der Erfolg der Series-B-Finanzierung sowohl für Byton als auch für...

SASAC verordnet Profitabilität von Outbound-Investments

Die chinesische „State-owned Assets Supervision and Administration Commission“ (SASAC) beaufsichtigt über 100 Unternehmen im Besitz der chinesischen Zentralregierung. Damit ist die SASAC auch für...

„Das Ergebnis übertraf bei Weitem die Erwartungen“

Chinesische Start-ups im Bereich Elektromobilität sorgen derzeit auf dem ganzen Globus für Furore. Jüngst konnte die Future Mobility Corp – besser bekannt unter dem Markennamen Byton – in einer Series-B-Finanzierung 500 Mio. USD einsammeln. CVCapital war als weltweit exklusiver Financial Advisor dabei. Ein Gespräch mit John Ma, Managing Partner bei der chinesischen Investmentbank.

Durchstarten nach langem Warten

Mit der Herstellung von Leichtbauteilen aus Kohlefasern ist das sächsische Unternehmen Cotesa ein gefragter Zulieferer der Luftfahrt- und Automobilindustrie. Nach dem gelungenen Einstieg des chinesischen Konzerns AT&M als Mehrheitseigentümer steht nun die weitere Expansion an. Zuvor wurde die Übernahme einer aufwändigen Prüfung durch das Bundeswirtschaftsministerium unterzogen. Ein Verfahren, das viel Zeit und Nerven kostete.

Annahmeschwelle bei Grammer-Angebot erreicht

Ningbo Jifeng hat die jüngst herabgesetzte Annahmeschwelle seines öffentlichen Übernahmeangebots für Grammer deutlich übertroffen. Bis einen Tag vor Ablauf des Angebots am 6. August um 24:00 Uhr wurden rund 20% der Anteile von den Grammer-Aktionären zum Umtausch eingereicht. Da Jifeng bereits 25,5% an dem Amberger Automobilzulieferer hält, verfügt das ostchinesische Privatunternehmen nunmehr über knapp 45,6% der Aktien. Damit wurde das Mindestziel von 36% deutlich übertroffen. Dennoch dürfte die Käuferfamilie Wang, die hinter Jifeng steht, nicht vollkommen zufrieden sein. Ursprünglich hatte man eine Mehrheitsübernahme angestrebt.

Berlin verhindert SGCC-Beteiligung an 50Hertz

Auch im zweiten Anlauf ist die State Grid Corporation of China (SGCC) bei dem Versuch gescheitert, eine Minderheitsbeteiligung an der 50Hertz Transmission GmbH zu erwerben. Grund hierfür ist eine Intervention des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi), das Sicherheitsbedenken gegenüber der Transaktion hat. Wie das BMWi bekanntgab, wird die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vorläufig den zum Verkauf stehenden Anteil von 20% übernehmen. Dazu wird wie schon Anfang des Jahres beim ersten Einstiegsversuch von SGCC die belgische Netzgesellschaft Elia abermals von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Danach wird Elia allerdings die Beteiligung an die KfW weiterreichen. Der Preis des Pakets dürfte wie beim ersten Teilverkauf von ebenfalls 20% der Anteile bei rund 1 Mrd. EUR liegen.

Bundesregierung verbietet Verkauf von Leifeld

Bereits vor Monaten gab es erste Hinweise, nun ist es tatsächlich passiert: Zum ersten Mal verbietet die Bundesregierung die Übernahme eines deutschen Unternehmens durch einen chinesischen Investor. Laut einer Online-Meldung der „Wirtschaftswoche“ will das Kabinett am 1. August nach Prüfung durch das Wirtschaftsministerium den Beschluss fassen, dass Leifeld Metal Spinning AG nicht an die Yantai Taihai Corporation verkauft werden darf. Die beteiligten Unternehmen selbst haben sich bisher nicht dazu geäußert.

China Western Power erwirbt Mehrheit an Goslar

China Western Power erwirbt für 6,503 Mio. EUR eine Mehrheitsbeteiligung von 51% an der Goslar GmbH. Das niedersächsische Unternehmen produziert vorwiegend Behältnisse für radioaktive Abfälle. Verkäufer der Anteile sind die Münchner Investmentgesellschaften Endurance Capital AG und die Pro Consult Plus UG, die jeweils 40,8% bzw. 10,2% abgeben. Der Käufer aus der südwestchinesischen Provinz Sichuan möchte mit Blick auf den wachsenden Bedarf für die Behandlung von radioaktiven Materialien in China mit dem Einstieg bei Goslar Zugang zu internationaler Spitzentechnologie erhalten und diesen Geschäftsbereich aufbauen.