Young people using mobile phone in public underground train . Urban city lifestyle and commuting in Asia concept .
Die Digitalisierung nimmt weiter zu. In China wurde die Marke von einer Milliarde Internetnutzer übersprungen.
Nach Angaben des staatlichen Informationszentrum zur Internetnutzung (CNNIC) gibt es in China erstmals mehr als eine Milliarde Internetnutzerinnen und Internetnutzer. So ist die Zahl der Chinesen, die im Netz unterwegs sind, in den letzten 6 Monaten um 21,75 Millionen gewachsen. Somit nutzen nach neuesten Stand vom Juni nun rund 1,011 Milliarden Menschen in der Volksrepublik das Internet. Insgesamt leben knapp 1,4 Milliarden Einwohner im bevölkerungsreichsten Land der Welt.
Insbesondere die Nutzung von Smartphones etabliert sich immer mehr in allen Ebenen des chinesischen Alltags. Handy-Apps werden mittlerweile für Kommunikation, Bezahlung, Essenbestellung und digitale Arztbesuche verwendet. Laut dem CNNIC werden die Nutzerzahlen kräftig von der Verbesserung der digitalen Infrastruktur, dem wachsenden Angebot im Netz und sowie einer besseren Logistik in kleinen Städten und auf dem Land angekurbelt. Auch der Online-Handel ist unter anderem wegen der Pandemie deutlich im Aufschwung.
Aktuell beträgt auf nationaler Ebene die Internetversorgung 71,6 Prozent, auf dem Land liegt die Abdeckung bei 59,2 Prozent. Internetunternehmen in China befinden sich derzeit allerdings in unruhigen Gewässern, die staatlichen Behörden haben zuletzt viele scharfe Regularien gegen die Tech-Branche des eigenen Landes erlassen.
Das chinesische Unternehmen SVolt plant, Milliarden im Saarland zu investieren. Mit dem Großprojekt sollen so bis zu 2000 Arbeitsstellen geschaffen werden.
Ende 2020 hat der Konzern angekündigt, eine Ansiedlung im Saarland zu errichten. Mit der Ansiedlung wird das Unternehmen auch eine Summe von rund Zwei Milliarden Euro investieren. Zudem werden bis zu 2000 Jobs beim Automobil-Battery-Hersteller entstehen. Relevant sind hierbei der Heusweiler Ortsteil Eiweiler, wo Lagerhallen für den Versand gebaut werden, und die Produktionsstätte Überherrn.
Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger feiert die Ansiedlung von SVolt als großen Erfolg, weil sich das Saarland bei der Standortwahl des chinesischen Konzern gegen viele Bewerber aus ganz Europa durchsetzen konnte. Der Einstieg von des Herstellers im Saarland wird aber auch vereinzelnd kritisiert. Kritiker befürchten ein Risiko für die Umwelt, insbesondere wegen des enormen Wasserverbrauchs. Um Gemüter zu beruhigen und Ängste vorzubeugen hat das Unternehmen mit Vertretern der Landesregierung bereits mehrere Veranstaltungen organisiert.
SVolt startet Werbekampagne
Aktuell investiert der Batteriehersteller viel Aufwand in eine groß angelegte Werbekampagne. So soll das SVolt-Magazin, welches landesweit an mehr als 250.000 Haushalte verteilt wird, für mehr Reichweite sorgen. Zudem wirbt das Unternehmen im Netz mit einem Video, welches die umweltschonende Batterieproduktion von SVolt veranschaulicht.
Ferner soll die Veröffentlichung der Veranstaltungsreihe „SVolt im Dialog“ geplant sein. In dieser will der Konzern mit Kritikern des Projekts ins Gespräch kommen und Ängste nehmen. Beteiligt sollen dabei unter anderem die beiden Bürgerinitiativen Freunde des Linslerfeldes (Überherrn)und Friedrichweiler im benachbarten Wadgassen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die deutschen Exporte nach China im Vergleich zum Vormonat um 3,9 Prozent gesunken. Insgesamt verschmälerten sich die Ausfuhren auf einen Betrag von 8,4 Milliarden Euro.
Damit wurde der erste Rückgang seit August 2020 und zugleich das größte Defizit seit Mai 2020 verzeichnet. Damals sind die deutschen Exporte aufgrund der Pandemie um rund 12 Prozent eingebrochen. China ist nach wie vor der hinter den USA der zweitgrößte Abnehmer von Exporten aus Deutschland.
Das Exportgeschäft mit den Vereinigten Staaten ist im Juli um rund 15 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro gewachsen. Aufgrund mehrerer staatlicher Beihilfen verzeichnen die Amerikaner derzeit ein großes Wirtschaftswachstum. Zudem legen auch die Exporte nach Großbritannien zu: Die Ausfuhren zu dem Vereinigten Königreich wuchsen um 5,6 Prozent auf knapp 6 Milliarden Euro.
Laut den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes sind die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union im Juli um 5,8 Prozent im Vormonatsvergleich gestiegen auf 52,8 Milliarden Euro. Gemessen am Vormonat Juni gab es hier kalender- und saisonbereinigt allerdings ein Minus von voraussichtlich 2,7 Prozent. Dennoch lagen die Exporte in diese sogenannten Drittstaaten – die knapp die Hälfte der deutschen Ausfuhren ausmachen – bereinigt um 7,8 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.
Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba plant, die Herstellung von Lieferrobotern voranzutreiben. Noch in diesem Jahr sollen die Roboter eingesetzt werden.
Die Vorstellung, die mitunter an beliebte Science Fiction Filme erinnern lässt, könnte bald Realität werden in China. Laut E-Commerce-Konzern Alibaba könnten zukünftig smarte Lieferroboter Transportdienstleistungen übernehmen. Bisher stellt die die Zustellung von Paketen insbesondere auf der letzten Meile ein Problem für den Onlinehandel dar.
Durch den Einsatz von intelligenten Lieferrobotern sollen in Zukunft Waren kostengünstig und effizient zum Empfänger übermittelt werden. Damit will Alibaba nach Bericht ihres Firmenportals Alizala die stark ansteigende Nachfrage im Onlinehandel bedienen. Auch die Massenherstellung des Robotertypen „Xiaomanlv“ hat bereits begonnen. Noch in diesem Jahr werden rund 1000 kleine Lieferroboter auf chinesischen Universitätsgeländen und in lokalen Gemeinenden ihren Dienst aufnehmen.
Lieferroboter überbringen 500 Pakete am Tag
Die elektronischen Transportdienstleister können bis zu 100 Kilometer zurücklegen. Schätzungen zufolge schafft es ein Lieferroboter, pro Tag 500 Pakete zuzustellen. Von einer Sammelstelle aus holen die Roboter die Waren und ab und liefern diese über einem Algorithmus-berechneten Transportweg an die Empfänger. Der Algorithmus soll dabei über Fahrradstrecken und Bürgersteigen den schnellsten Weg kalkulieren.
„Der Roboter kann die beabsichtigte Bewegung von Passagieren und Fahrzeugen bis zu 5 bis 10 Sekunden in der Zukunft vorhersagen und Kollisionen sicher vermeiden. In Testläufen kommt der selbstfahrende Algorithmus von Xiaomanlv in 99,9999 Prozent der Fälle ohne menschliches Eingreifen aus. Branchenexperten kennen dies auf einer Skala von Stufe 0 bis 5, wobei Stufe 4 einen hohen Automatisierungsgrad bedeutet“, heißt es in dem Blog-Post. In Zukunft könnten die Bots sogar Gabelstapler in Fabriken ersetzen, medizinische Abfälle in Krankenhäusern entsorgen oder Gepäckstücke an Flughäfen transportieren“, sagt Wang Gang, Head of Damo Autonomous Driving Lab in Hangzhou.
In China ist der Trend zu günstigeren E-Autos klar erkennbar. Die Preise in Europa hingegen sind in den vergangenen Jahren um fast 30 Prozent gestiegen.
Der E-Mobility-Trend fasst aktuell immer mehr Fuß in Märkten weltweit. Die Bedingungen sind allerdings insbesondere in Europa nicht optimal um die Branche zu fördern. Es mangelt nicht nur an einer angemessenen Ladestationen-Infrastruktur, sondern auch an preiswerten, massentauglichen E-Autos. In China hingegen werden Elektrofahrzeuge seit geraumer Zeit zu sehr erschwinglichen Preisen in hoher Anzahl verkauft. Dementsprechend konnte die chinesische Regierung ihre Förderprogramme für E-Autos bereits zurückfahren. In Europa und in den Vereinigten Staaten werden allerdings weiterhin Steuergelder in den Markthochlauf investiert.
Durchschnittlich ist der Preis für ein Elektroauto seit dem jahr 2011 um rund 10.000 Euro auf etwa 42.600 Euro gestiegen, was einem Wachstum von 28 Prozent entspricht. Auch in den USA hat sich der Anschaffungspreis erhöht. Nach einem Preisanstieg um 38 Prozent beträgt dieser nun durchschnittlich 36.200. In China hingegen ist geht der Trend in die andere Richtung. Dort hat sich der durchschnittliche Elektroautopreis nahezu halbiert, von 41.800 Euro im Jahr 2011 auf nunmehr 22.100 Euro.
E-Autos auf dem Vormarsch
Als Vergleich: Auf dem chinesischen Markt sind unterdessen Elektroautos bereits ab 3.700 Euros erhältlich, während das niedrigste Preissegment in Europa bei rund 16.000 Euro anfängt, in den Vereinigten Staaten bei knapp 25.000 Euro. Während der Westen also überwiegend in leistungsstarke, aber auch teurere Stromer investiert hat, hat China den Fokus auf E-Fahrzeuge für den Massenmarkt gelegt.
Mit dieser Strategie wäre es auch möglich für chinesische Unternehmen, durch die Herstellung von zunehmend attraktiveren und günstigeren E-Autos, die westlichen Märkte zu erobern. Unter anderem hat in diesem Sinne der chinesische Tesla-Konkurrent NIO bereits geplant, noch in diesem Jahr in Norwegen seine Europa-Kampagne zu starten. Auch andere Hersteller wie Ora oder Wey haben diesbezüglich ehrgeizige Pläne angekündigt.
Die deutsche Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner hat den chinesischen Automobilzulieferer Hamaton Automotive Technology Co. Ltd. bei einer Kapitalerhöhung im Rahmen einer Privatplatzierung unterstützt.
Im Zuge des IPO des börsennotierten chinesischen Automobilhersteller und -Zulieferer Hamaton Automotive Technology Co., Ltd (Hamaton) war Rödl & Partner maßgeblich verantwortlich für die Beratung des Unternehmens. Bei dem Emissionsvolumen der vollzogenen Finanzierungsrunde handelte es sich um einen Betrag von fast 300 Millionen RMB (rund 38 Millionen Euro). Hamaton plant, das gewonnene Kapital für den Ausbau der strategischen Entwicklung einzusetzen. Insbesondere die Expansionspläne der Tochtergesellschaft Westfalia Metal Components (Shanghai) Co., Ltd. sollen unterstützt werden.
Bei der erfolgreichen Kapitalerhöhung beriet ein spezialisiertes internationales Team von Rödl & Partner das chinesische Unternehmen. Zu den wichtigsten Themengebieten gehörte die rechtliche Due Dilligence Prüfung aller europäischen Tochtergesellschaften nach den Vorgaben der Listing Regulationen der Shenzhen Stock Exchange. Zudem koordinierte Rödl & Partner die Abgabe Legal Opinions jeweils nach deutschem, britischem, tschechischem sowie polnischem Recht. Auch für die Rechtsberatung auf dem nordamerikanischen Markt war die deutsche Beratungsgesellschaft verantwortlich.
Die Gesamtprojektleitung lag bei Partner Jiawei Wang (Head of China Practice Stuttgart). Die Beratungsleitung für Deutschland übernahm Partner Thomas Fräbel aus München. Hans-Ulrich Theobald aus der Niederlassung in Prag beriet Hamaton in der Tschechischen Republik. Jan Eberhardt vom Büro in Birmingham trug die Verantwortung für die britische Tochtergesellschaft von Hamaton und Jarosław Hein aus Warschau war zuständig für die Prüfung in Polen.
Hamaton liegt in der Wirtschafts- und Technologieentwicklungszone Yuhang von Hangzhou, Provinz Zhejiang, nur 1 ½ Autostunden von Shanghai entfernt. Das Unternehmen wurde ursprünglich 1993 als Yuhang Auto Parts Factory gegründet. Im Laufe der Jahre hat Hamaton seine Aktivitäten zu einem weltweit führenden Hersteller und internationalen Zulieferer für die Automobilindustrie auf der ganzen Welt entwickelt.
ITK Engineering eröffnet ein Büro in Wuxi, einer Millionenstadt in der Nähe von Shanghai. Ziel ist es, die Reichweite in den chinesischen Markt auszubauen. Insbesondere legt das Unternehmen dabei den Fokus auf den Automotive-Bereich.
China ist weiterhin der wichtigste Markt für die Elektromobilität. So waren im Jahr 2020 insgesamt rund 11 Millionen E-Autos weltweit unterwegs, davon rund 5 Millionen auf den Straßen Chinas. Dementsprechend wichtig ist es für ITK Engineering, nach China zu expandieren. Das Büro in der Stadt Wuxi in der Provinz Jiangsu wurde im August gegründet und dient künftig als zentrale Geschäftsstelle für die Aktivitäten des Unternehmens auf den chinesischen Markt.
Michael Englert, Gründer und Geschäftsführer von ITK: „Unser Markteintritt in China basiert auf den sich ändernden Bedürfnissen vieler chinesischer Kunden aus den Bereichen Elektromobilität und hochautomatisiertes Fahren. Sie erwarten eine lokale, kundenspezifische und marktdifferenzierende Entwicklung neuer Technologien.“ Der Fachbereich von ITK Engineering liegt hier bei Themen wie Safety, Security, AUTOSAR oder Verifizierung und Validierung.
Das Büro in Wuxi ist besetzt von einigen einheimischen Vertriebsexperten. Die Planung sieht vor, die Personalkapazitäten baldig auszuweiten. So sollen bis 2024 insgesamt rund 100 Personen eingestellt sein, insbesondere werden hierbei Experten im Bereich Software- und Systementwicklung benötigt. „Die Nähe zu Shanghai ist für uns ein wichtiger Standortvorteil: um rasch unsere Kontakte in die Automobilbranche auszubauen und auch, um in den nächsten Jahren hochqualifizierte Fachkräfte für uns zu gewinnen“, erklärt Chen Xue, Leiter des neuen ITK-Büros.
China plant, ein Solarkraftwerk im All zu bauen. Dazu sollen bis Jahresende Tests durchgeführt und eine Bodenstation errichtet werden.
Die USA und Japan haben bereits in vergangenen Jahren ähnliche Konzepte erforscht. Diese waren allerdings oftmals zu kostspielig in der Praxis. Nun nimmt sich China vor, bis Ende des Jahres erste Teste sowie den Bau einer Basisstation abzuschließen.
Die Errichtung der Bishan Space Power Station Experimental Base (kurz Bishan Base) auf der Erde ist bereits in vollen Gange, diese soll die aus dem Weltall gesendeten Mikrowellen in Strom umwandeln. Das Konzept für ein Solarkraftwerk im All wurde von chinesischen Wissenschaftlern bereits im Jahr 2010 vorgestellt.
Zudem wird das Projekt mithilfe von Helium-Fesselballons getestet. Diese lässt man zunächst auf eine Höhe von 300 Metern aufsteigen, um Übertragungstests durchzuführen. Im weiteren Verlauf sollen die Distanzen Schritt für Schritt erweitert werden. Die Wissenschaftler sehen vor ab dem Jahr 2030 dann über einer kompakten Teststation im All kleine Energiemengen zur Erde zu senden um die Machbarkeit zu prüfen. Dies bezieht sich auf die Umwandlung von Solarenergie in Mikrowellen sowie dem Empfang der Strahlen auf der Erde.
Nach der bisherigen Planung soll dann 2050 ein riesiges Solarkraftwerk in der Erdumlaufbahn Solarstrom im Gigawatt-Bereich generieren.
Universität Chongqing forscht an Solarkraftwerk
Insbesondere die Universität Chongqing ist zentral beteiligt an der Voranführung des Projekts. So wird geplant, die Bodenstation Bishan Base in relativer Nähe zu der Universität in Bishan zu errichten. Eines der Ziele des Solarkraftwerkes im All soll im Übrigen auch die Stromversorgung der in Planung stehenden chinesisch-russischen Internationalen Mondforschungsstation sein.
NIO will eine Massenmarke für das Elektroautogeschäft einführen. Dabei orientiert sich der Konzern insbesondere nach dem Vorbild von Volkswagen.
Der chinesische Elektroautobauer NIO plant, seine Produkte für das Volumengeschäft zu erschwinglicheren Preisen anzubieten, so berichtet das Fachmagazin Automobilwoche. Bislang präsentierte sich das Start-Up ausschließlich als Hersteller von elektronischen Premiumfahrzeugen.
Mit einer eigenen Volumenmarke will das Unternehmen somit dem deutschen Hersteller Volkswagen und Toyota Konkurrenz bieten. Die Planung der Einführung einer Massenmarke ist bereits in vollen Gange. „Die Beziehung zwischen NIO und unserer neuen Massen-Marke wird ähnlich der zwischen Audi und Volkswagen beziehungsweise Lexus und Toyota sein. Wir wollen ein besseres Produkt als Tesla zu einem niedrigeren Preis machen“, so die Ankündigung von Konzernchef William Li, der das Projekt als den ersten Schritt einer „strategischen Initiative“ bezeichnete.
Bei den angekündigten Autos soll es sich standesgemäß um reine Elektrofahrzeuge handeln. Im Modelportfolio des Unternehmens befinden sich derzeit der Kompakt-SUV ES6, der großen SUV ES8 sowie das Crossover-Modell EC6. Für das Jahr 2022 hat NIO bereits das nächste Modell in Planung: die Limousine ET7.
Der Konzern hat sich über das vergangene Jahr zu einer festen Hausnummer in der E-Autobranche entwickelt und zählt mittlerweile als einer der engsten Konkurrenten vom US-amerikanischen Autobauer Tesla. Ende des Jahres plant das Unternehmen in den europäischen Markt einzusteigen. Die Europa-Kampagne des chinesischen E-Autobauers wird zunächst in Norwegen starten.
Im Gespräch mit der Investmentplattform China/Deutschland berichtete Changyang Li, Communications & Public Affairs NIO Europe, dass zudem das erste NIO House außerhalb Chinas im Stadtzentrum Oslo in der zweiten Jahreshälfte eröffnet wird. NIO House soll den Kunden des Unternehmens eine Fläche bieten, um Erfahrungen auszutauschen und eine Erlebniswelt zu schaffen, die „über das Auto hinausreicht“.
Die chinesische Regierung bleibt weiterhin streng in ihrem Umgang mit der Technologiebranche des Landes. Am Dienstag sorgten Regulierungsmaßnahmen der staatlichen Behörden für einen Kursabsturz der Tech-Aktien an den chinesischen Märkten. Insbesondere der Internetsektor ist von den Regulierungen betroffen.
Die Marktaufsichtsbehörde veröffentliche am Dienstag mehrere Regulierungsmaßnahmen, die insbesondere die chinesischen Internetunternehmen betreffen. Damit sollen ein unfairer Wettbewerb und eine ungeregelte Datenverarbeitung im Internetsektor verhindert werden. In diesen Sinne wird die Verwendung von Daten oder Algorithmen, die darauf abzielt, den Nutzer in seinen Entscheidungen zu beeinflussen, unterbunden. Die staatlichen Behörden drohen bei Missachtung der neuen Regelungen mit strengen Strafen. Ein weiteres Ziel ist es zu verhindern, dass Unternehmen ihre Wettbewerber durch die Verbreitung von irreführenden Informationen über soziale Netzwerke schädigen.
Aktien des Internetsektors brechen ein
Anleger reagierten nervös an der Börse. Die Maßnahmen trafen insbesondere Marktgiganten wie Alibaba und Tencent, deren Aktienwerte allesamt einbrachen. An der Hongkonger Börse fiel der Kurs des Tech-Giganten Tencent um rund 4 Prozent, der des digitalen Dienstleitungskonzern Meituan um fast 3,5 Prozentpunkte.
Der Internetsektor sowie andere Tech-Branchen in China stehen weiterhin unter enormen Druck seitens der staatlichen Behörden. Zu den Opfern der strengen Regulationsmaßnahmen der letzten Wochen gehören auch der Fahrdienstvermittler und Uber-Rivale Didi Chuxing. Zudem wurde der gesamten E-Learning-Branche über Nacht die Geschäftsgrundlage entzogen.
Der Begriff „Hidden Champions“ wurde von Hermann Simon bei der Erforschung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit als ein besonderes Phänomen kleiner und mittlerer Unternehmen festgestellt und fand bereits vor mehr als 30 Jahren erstmals öffentlich Erwähnung. Im weltweiten Vergleich führt Deutschland laut Forbes deutlich mit 16 Hidden Champions pro Million Einwohner (1.300+ Unternehmen), gefolgt von Japans 1,6. Die Vereinigten Staaten finden sich mit 1,2 Hidden Champions pro Million Einwohner auf dem vierten Platz wieder.
Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) sind es, die entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft einhergehen. Im Jahr 2019, noch zu Zeiten vor der Pandemie, waren in Deutschland insgesamt 32,3 Millionen Erwerbstätige in Unternehmen dieser Kategorie beschäftigt. Damit lag der Anteil, den KMUs an allen Erwerbstätigen auf sich vereinen, in der Spitze bei noch nie da gewesenen 71,2 %.
Somit kommt es nicht überraschend, dass Deutschlands langfristiger Exporterfolg überwiegend von genau diesen Unternehmen und ihrer Innovationskraft abhängt. Firmen dieser Kategorie befinden sich in der Regel in Familienhand und beschäftigen meist unter 500 Mitarbeiter. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz zwischen 50 Millionen und drei Milliarden Euro. Die meisten dieser Unternehmen operieren innerhalb einer Nische, womit sie der breiten Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt sind. Dennoch sind ihre Marken international führend. Man kann gar von einem Alleinstellungsmerkmal sprechen.
Doch was macht diese Unternehmen so stark und kann eine solche Nische in Schwellenländern im Rahmen einer Expansion vergleichsweise erfolgreich bedient werden?
Balanceakt im Premium-Segment
Die wirtschaftliche Bedeutung der Schwellenländer hat sich in den letzten Jahren weiter dynamisiert. Das Wachstum dieser Länder werde den Welthandel bis 2030 grundlegend verändern und neu ordnen, so eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Ansätze einer multipolaren Weltordnung resultieren bereits zu Veränderungen bei industriellen Produktionszyklen und der globalen Rohstoffpreise. Wer in diesem Umfeld als Mittelständler Marktanteile gewinnen will, muss qualitativ hochwertige Produkte zu bezahlbaren Preisen anbieten.
Die richtige Balance zu finden, ist nicht immer einfach und kann langfristig hinsichtlich Logistik und Lieferkettenmanagement eigentlich nur über regionale Produktionsstandorte realisiert werden. Die stark heranwachsenden Mittelschichten, vor allem in China und Indonesien, dürften in den nächsten Jahrzehnten dafür sorgen, dass die Produktpräferenzen dieser Käuferschichten einen starken Einfluss auf die Produktentwicklung und die damit in Verbindung stehenden Fertigungsketten ausüben.
Fokus auf traditionelle Fähigkeiten
Viele Länder richten die Strategie ihrer Märkte in der Regel nach den vorhandenen Ressourcen aus. Da Deutschland traditionell nicht auf viele natürliche Ressourcen und Bodenschätze zurückgreifen kann, kommt es auf traditionelle Kompetenzen an. Der Grundstein dazu wurde bereits früh im deutschen dualen Ausbildungssystem gelegt und ist laut Simon der Hauptgrund für die Innovationskraft in Ingenieurberufen. Deutschland kann hier möglicherweise auf die am besten qualifizierten Arbeiter der Welt zurückgreifen. Dennoch ist es wichtig, dass sich die duale Berufsausbildung zukünftig fortwährend den Entwicklungen der globalen Absatzmärkte anpasst.
Um auf dem Arbeitsmarkt die führende Position zu behaupten und wettbewerbsfähig zu bleiben, muss das duale Ausbildungssystem neue, zukunftsweisende Ausbildungsberufe ausbilden und sich neuen Berufsbildern öffnen. Dies trifft vor allem auf Bereiche zu, die auf den Megatrends der Zukunft aufbauen. Insbesondere wird es darauf ankommen, prägende Elemente des deutschen Berufsausbildungssystems zu erhalten und zugleich eine ausreichende Flexibilität und Anpassung an die modernen Entwicklungen der Globalisierung zu ermöglichen.
Megatrends der Produktion
Trends
Faktoren
Technologie/Neue Industrielle Revolution
Fortschrittliche Robotik und Einsatz künstlicher Intelligenz
Digitalisierung der Lieferkette
Additive Fertigung (3D-Druck)
Industrielle Automatisierung, Upgrade auf KI-fähige Systeme (Roboter)
Plattformenwirtschaft, Cloud, IoT & Blockchain
Reduzierte Massenproduktion mit Fokus auf individuelle Fertigungsprozesse um gesteigerten Ansprüchen gerecht zu werden
Wirtschaftspolitik
Mehr Interventionismus in der nationalen Politik
Mehr Protektionismus in Handel und Investitionen
Regionale und bilaterale Wirtschaftskooperationen unabdingbar
Industrie-, Wettbewerbs- und Steuerpolitik bedingen einander
Zölle, Abschirmung von strategisch sensiblen Industrien
Handelsabkommen zwischen ausgewählten Gruppen basierend auf gemeinsamen Wirtschaftsinteressen
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitspolitik und Regulierungen
Marktgetriebene Veränderungen in Produkten und Prozessen
Auswirkungen auf die physische Lieferkette
Umweltrichtlinien, Reduzierung von Emissionen
Erhöhte Reputationsrisiken
Nachfrage nach nachhaltig produzierten Waren und Dienstleistungen im Fokus
Maßnahmen zur Resilienz der Lieferkette, Veränderung der Quellen landwirtschaftlicher Betriebsmittel
Quelle: Hawksford, World Investment Report 2020, UNCTAD, S. 24.
Internationale Fertigungsbasis mit lokaler Charakteristik
Ein starkes verarbeitendes Gewerbe bleibt auch in Zukunft von enormer Bedeutung für den heimischen Arbeitsmarkt. Denn trotz der globalen Unternehmensausrichtung und dem Einfluss von Industrie 4.0 können so weiterhin Arbeitsplätze gesichert und neue Investitionen in lokale Standorte und Anlagen durchgeführt werden. Dies haben mehrere Fallstudien aus Untersuchungen unterschiedlicher Internationalisierungsstrategien bestätigt. Auch wenn die Produktion, um näher am Kunden zu sein, zunehmend ins Ausland verlagert wird, so werden Geschäftsausrichtung und Strategie weiterhin an der Basis entschieden. Dadurch, dass sich der überwiegende Teil der Mittelständler in Familienbesitz befindet, wird nach entsprechenden Werten und Praktiken gehandelt. Langfristige Kundenbeziehungen und Kontinuität sind dabei wichtiger als kurzfristiger Profit. Die Interessen der Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten sollten daher in einem von gemeinsamen Werten geprägten Verhältnis zueinander stehen.
Die Herausforderung für die Zukunft des Mittelstandes besteht darin, sich im mittleren Preissegment, in dem die Nachfrage gerade in Schwellenländern höher ist, zu etablieren, ohne gleichzeitig die Premium-Identität der Marke zu verlieren. Durch Kostensteigerungen in Lohn und Unterhaltung in China wird Südostasien weiter an Bedeutung gewinnen. Diese Entwicklung ist langfristig gesehen positiv für die Unternehmen, da durch die Diversifikation eine zu große Abhängigkeit von einzelnen Märkten vermieden werden kann. Strategien in der Asien-Pazifik Region sollten zudem das RECP-Freihandelsabkommen berücksichtigen. Kleinere Mittelständler können je nach Land eine gesonderte Strategie definieren, die auf den Erkenntnissen einer lokalen Marktstudie aufbaut. Größere Mittelständler hingegen könnten ihr Handeln lokal und überregional gleichzeitig steuern, beispielsweise über eine Asien-Zentrale in Singapur und regionale Produktionsstandorte in ausgewählten Schwellenländern.
Diversifizierung der Produktpalette erleichtert Marktsegmentierung
Nach einer langen Erfolgsgeschichte steht der deutsche Mittelstand vor wichtigen strategischen Entscheidungen. Wettbewerber aus Schwellenländern haben in Nischenmärkten aufgeholt und sind dabei, diese zu erobern. Wenn die Hidden Champions keine Strategie finden, wird ihr zukünftiges Wachstum stark reduziert und sie werden dann Schwierigkeiten bekommen, zusätzlichen Wert zu generieren. Doch wann und in welchem Umfang sollten kleinere, sich erst noch entwickelnde Märkte in Betracht gezogen werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt eine Investition in diesem Ausmaß in Erwägung zu ziehen?
Eine eindeutige Antwort darauf kann man nicht geben. Diese Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren wie der aktuellen und zukünftigen Größe des Unternehmens, dem Anteil des Premium-Segments, Eintrittsbarrieren, Kosten und der Stärke des lokalen Wettbewerbs vor Ort ab. Eine weitere Option ist die Erweiterung der Produktpalette mit speziellen Produkten, die beispielsweise nur für Schwellenländer bestimmt sind. Dies macht Sinn, sofern die Nische relativ groß ist und für das Mid-Market-Segment ein starkes Wachstumspotenzial besteht. In diesem Fall würde man dann sogar direkt mit den lokalen Wettbewerbern der Schwellenländer konkurrieren. Geht der Plan jedoch auf, besteht die Aussicht auf ein starkes nachhaltiges Wachstum mit attraktiven Margen und einer Produktpalette, die diverse Märkte gleichzeitig bedienen kann.
Die Risiken sind jedoch beträchtlich, da westliche Nischenmarktführer nicht selten nur ungenügend lokale Marktexpertise vorweisen. Je weiter lokale Wettbewerber vorankommen, desto größer sind außerdem ihre Kostenvorteile und desto höher sind die Hürden, die überwunden werden müssen, um ihren Vorsprung wieder aufzuholen.
Professionelle Marktrecherche auch für
Hidden Champions empfehlenswert
Gute Ideen und innovative Produkte kennen keine Grenzen. Die internationale Geschäftsausweitung ist folglich wichtig für das zukünftige Wachstum des Mittelstandes. Entscheidend für eine erfolgreiche Expansion in neue Märkte sind gute Planung, eine Fokussierung auf das Kerngeschäft sowie eine Standortanalyse des Bedarfs im jeweiligen Land. Da genügt es nicht, sich nur untereinander verständigen zu können, auch die rechtlichen Rahmenbedingungen nehmen neben den wirtschaftlichen einen hohen Stellenwert ein.
Kulturelle Unterschiede und komplexe regulatorische Anforderungen erschweren es, ein Gefühl dafür zu bekommen, wo man anfangen soll und wem man vertrauen kann. Trotz sich ständig wandelnder Markbedingungen rechtfertigt das starke Wachstum vergleichsweise erhöhte Investitionen, vor allem in den ersten Jahren. Egal welche Ziele individuelle Hidden Champions verfolgen, es ist wichtig, dass man mit Partnern zusammenarbeitet, die bereits auf langjährige Erfahrung in der Region zurückgreifen können. Diese können Ihnen neben der Gründung auch in Fragen zur Unterhaltung mit lokaler Expertise jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.
China Telecom plant den größten Börsengang des Jahres in Shanghai. Der Telekommunikationsriese wurde im Januar noch an der New York Stock Exchange ausgelistet.
Anfang dieses Jahres hat die New Yorker Börse den Telekommunikationsriesen auf Wunsch der damaligen Trump-Administration aus ihrem Handelsmarkt genommen.Grund sollen Verbindungen zu chinesischen Militär- und Sicherheitsbehörden gewesen sein.
China Telecom ist der größte Festnetzbetreiber in China. Die Aktien des Unternehmens sollen in Shanghai zu einem Preis von 4,53 Yuan pro Aktie ausgegeben werden. So könnte China Telecom bei seinem Börsengang rund 47,1 Milliarden Yuan aufnehmen, was umgerechnet 6,2 Milliarden Euro entspricht.Die Performance dieses Börsengangs würde somit den bisher größten Börsengang des Jahres der chinesischen Videoplattform Kuaishou zu Anfang 2021 übertreffen. Der Tiktok-Konkurrent Kuaishou erzielte mit ihrem IPO damals rund 4,6 Milliarden Euro.