Kuka-Chef Reuter nimmt seinen Hut

Till Reuter gibt im Dezember sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Kuka AG auf und verlässt das Unternehmen. Interimsweise wird der bisherige CFO Peter Mohnen ab 6. Dezember den Posten von Reuter übernehmen. Das gab der Augsburger Robotikspezialist am Montag überraschend und ohne nähere Angabe von Gründen bekannt. Die Investorenvereinbarung mit Midea, die umfassende Standort- und Arbeitsplatzgarantien beinhaltet, ist demnach von der Personalie jedoch nicht berührt. Kuka war vor knapp zwei Jahren von dem chinesischen Hausgerätehersteller übernommen worden. Zuletzt mussten die Augsburger mit einem Umsatzrückgang kämpfen.

Ping An investiert 41,5 Mio. EUR in Finleap

Die Berliner Finleap sammelt im Rahmen einer Finanzierungsrunde 41,5 Mio. EUR vom Ping An Global Voyager Fund ein. Finleap ist ein auf Fintech-Start-ups spezialisierter Company Builder. Für den 2017 gegründete Ping An Global Voyager Fund ist die Beteiligung das erste Investment in Kontinentaleuropa. Der Fonds gehört zu Ping An Insurance, dem nach Marktkapitalisierung größten Versicherungsunternehmen der Welt. Zur genauen Höhe des erworbenen Anteils machten die beteiligten Parteien keine Angaben.

BMC erwirbt Cordenka für 240 Mio. EUR

Der BMC („Beautiful Mind Capital“) Europe Fund I meldet seine erstes Investment: Für 240 Mio. EUR erwirbt der vergangenes Jahr in Shanghai gegründete Fonds das Spezialchemieunternehmen Cordenka. Verkäufer ist die französische Private Equity Gesellschaft Chequers Capital, die den deutschen Mittelständler seit 2011 in ihrem Portfolio führte. Laut Angaben von BMC liegen bereits alle behördlichen Genehmigungen aus China und Deutschland vor.

Zwischenbilanz im Beteiligungsgeschäft

Zum fünften Mal lud die Plattform M&A China/Deutschland ihre Partner und ausgewählte Gäste zu Ihrer Jahresveranstaltung ein. Im TechTower des Sino German Hi-Tech Parks fanden sich in Heidelberg rund 40 M&A-Experten, Investoren und Berater ein. Nach der Vorstellung dieses in Deutschland einmaligen Industrie- und Technologieparks folgte ein Einblick in die komplexen Erfahrungen eines deutschen Unternehmens mit einem chinesischen Eigentümer. Am Ende stand ein Blick zurück auf die Rückschläge der vergangenen Monate im grenzüberschreitenden M&A-Geschäft.

Familienunternehmen Nimak geht an HGZN

Jiangsu Hagong Intelligent Robot (Ha Gong Zhi Neng, kurz HGZN) übernimmt für 88 Mio. EUR das deutsche Familienunternehmen Nimak. Dies umfasst alle Anteile der drei von der Familie Nickel geführten Firmen Nimak GmbH, Nimak KG sowie Nickel GmbH mit Standorten in Deutschland, den USA und Mexiko. Hinzu kommt der 60%-Anteil an dem Joint Venture Nimak China. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich bis Mai 2019 abgeschlossen werden.

Haier an der Frankfurter Börse gelistet

Qingdao Haier notiert seit heute an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien des chinesischen Haushaltsgeräte-Herstellers wurden im Prime Standard gelistet. Der Haushaltsgerätehersteller aus der Provinz Shandong ist das erste chinesischen Unternehmens, das am CEINEX D-Share-Markt gehandelt wird. Der Ausgabepreis lag bei 1,05 Euro. Damit liegt der Emissionspreis nahe am unteren Ende der zuvor festgelegten Spanne von 1,00 EUR bis 1,50 EUR. Zum Handelsstart eröffnete die Aktie bei 1,06 Euro.

Chinesische M&A-Aktivitäten rückläufig

In den ersten neun Monaten 2018 sank die Zahl der Übernahmen und Beteiligungen von chinesischen Investoren in Deutschland fast um die Hälfte. Während im Vorjahreszeitraum 50 M&A-Deals gezählt wurden, waren es bis Ende September dieses Jahres nur noch 27. Das Deal-Volumen fiel um 29% von 11,7 Mrd. EUR auf 8,35 Mrd. EUR.

Haier bestätigt erneut IPO-Pläne am D-Shares Markt

Bereits im April kündigte der chinesische Haushaltsgerätehersteller Qingdao Haier an, sich am deutschen D-Shares Markt listen zu lassen – nun macht das Unternehmen ernst: Bis zu 400 Mio. neue Aktien sollen im Rahmen des IPOs neu ausgegeben werden. Die Chinesen wären damit das erste Unternehmen auf dem CEINEX D-Share-Markt, der Teil des Prime Standards der Frankfurter Börse ist.

Kompletter Grammer-Vorstand tritt zurück

Kurz nach der Übernahme durch Ningbo Jifeng räumt der komplette Vorstand der Grammer AG überraschend seinen Posten. Wie aus einer Unternehmensmitteilung vom 24. September hervorgeht, haben CEO Hartmut Müller, der Finanzvorstand Gérard Cordonnier und Technikvorstand Manfred Pretscher den Aufsichtsrat gemeinsam darüber informiert, dass sie ihre Vorstandsämter niederlegen werden. Die Nachfolgersuche hat bereits begonnen. Laut Aufsichtsratschef Klaus Probst bleiben die weitreichenden Standort- und Arbeitsplatzgarantien von Jifeng für die rund 13.000 Grammer-Mitarbeiter aber nach wie vor gültig.

HNA vor Verkauf des Deutsche-Bank-Anteils

Die HNA Group plant den vollständigen Verkauf Ihrer Beteiligung an der Deutschen Bank. Das geht aus Meldungen des Wall Street Journals und des Handelsblatts unter Berufung auf anonyme Quellen bei HNA hervor. Derzeit hält Mischkonzern aus Hainan hält einen Anteil von 7,64% an Deutschlands größtem Geldinstitut – davon nur 1,01% direkt in Aktien, den Rest über Finanzinstrumente. Damit werde HNA laut den Medienberichten seinen finanziellen Konsolidierungskurs und die Rückorientierung auf die Kernbereiche Tourismus und Luftfahrt fortsetzen.

Grammer-Übernahme erfolgreich abgeschlossen

Der chinesische Automobilzulieferer Ningbo Jifeng schließt sein öffentliches Übernahmeangebot für Grammer am Ende mit durchschlagendem Erfolg ab. Bis zum Auslaufen der Nachfrist am 23. August sammelte Jifeng weitere 58,66% der Aktien an dem Amberger Unternehmen für einen Preis von knapp 444 Mio. EUR ein. Da der ostchinesische Bieter zuvor bereits über einen Minderheitsanteil von 25,56% verfügte, befinden sich nun rund 84,23% der Papiere im Besitz von Jifeng. Damit kann kein anderer Anteilseigner mehr eine Sperrminorität von 25% erreichen. Insgesamt dürfte die Mehrheitsübernahme von Grammer bei Jifeng mit circa 614 Mio. EUR zu Buche schlagen.

Übernahme von smk durch Kaizhong vor dem Closing

Shenzhen Kaizhong Precision Technology steht beim Erwerb der smk systeme metall kunststoff gmbh & co. kg kurz vor dem Ziel. Auf chinesischer Seite ist die Transaktion bereits bei der Reform- und Entwicklungskommission NDRC und dem Handelsministerium MOFCOM registriert. Lediglich die Zustimmung der chinesischen Devisenverwaltung SAFE steht noch aus. Jetzt hat auch in Deutschland das Bundeswirtschaftsministerium die Transaktion genehmigt. Nach dem jüngsten Wirbel um die Interventionen der deutschen Regierung bei 50Hertz und Leifeld können chinesische Investoren damit wieder eine erfolgreiche Transaktion verbuchen.